Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen?
Ein wirksamer Zeckenschutz für Hunde beruht auf mehreren Bausteinen:
- Konsequente Kontrolle im Alltag
- Ein passender äußerer Schutz
- Eine stabile innere Balance
Die folgenden Tipps orientieren sich an den langjährigen Erfahrungen aus der 5-E™ Tierarztpraxis und helfen Dir dabei, Deinen Hund ganzheitlich durch die Zeckenzeit zu begleiten.
1.) Konsequente Kontrolle im Alltag
Suche Deinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich ab.
Suche Deinen Hund nach jedem Aufenthalt im Grünen sorgfältig nach Zecken ab. Das gilt nicht nur vom Frühling bis Herbst: Sobald die Temperaturen dauerhaft im Plusbereich liegen, solltest Du Deinen Hund regelmäßig kontrollieren. Wenn Du einen Blutsauger entdeckst, entferne ihn so schnell wie möglich. Am effektivsten geht das mit einer Zeckenkarte, Zeckenzange oder Zeckenschlinge. Setze das Werkzeug direkt an der Haut an (um sicherzustellen, dass auch der Kopf entfernt wird) und ziehe die Zecke vorsichtig heraus, ohne sie zu zerdrücken. Da manche Krankheitserreger oft erst nach mehreren Stunden übertragen werden, zahlt sich schnelles Handeln aus.
Pflege die Haut nach dem Entfernen der Zecke.
Ein Zeckenstich kann insbesondere bei jungen oder empfindlichen Hunden Entzündungen oder verstärkten Juckreiz verursachen. Von daher empfehlen wir, die betroffene Hautstelle nach dem Entfernen der Zecke mit einer milden, hautberuhigenden Pflege zu behandeln.
Zecken-Hotspots richtig einschätzen und meiden.
Zecken sind längst nicht mehr nur zwischen März und Oktober aktiv. Besonders die Auwaldzecke kann schon bei sehr niedrigen Temperaturen unterwegs sein und in milden Wintern teilweise ganzjährig aktiv bleiben. Viele hier heimische Zeckenarten halten sich bevorzugt im hohen Gras, Unterholz oder an Waldrändern auf. Neue Arten wie die Hyalomma-Zecke kommen in betroffenen Regionen auch auf trockenen, offenen Flächen wie Heidegebieten, sandigen Böden oder Pferdekoppeln vor.
- Meide nicht nur hohe Wiesen und Waldstücke, sondern auch trockene, warme Offenflächen wie Heide- oder Sandgebiete, besonders bei sommerlichen Temperaturen.
- Weiche möglichst auf gut einsehbare Wege, kurz gemähte Grünflächen oder befestigte Spazierwege aus.
Achte auf Veränderungen im Verhalten Deines Hundes.
Wenn ein Hund von einer Zecke gestochen wird, kann das Unbehagen, Juckreiz oder Schmerzen verursachen, was zu einer Veränderung des allgemeinen Wohlbefindens führen kann, wie Müdigkeit und Schlappheit, weniger Interesse an Bewegung, Gereiztheit oder sogar Ängstlichkeit. Zudem können durch Zecken übertragene Erkrankungen zu Symptomen wie Lethargie, Appetitlosigkeit oder Fieber führen. Wenn Dir solche Veränderungen an Deinem Hund auffallen, solltest Du ihn besonders gründlich nach Zecken absuchen und im Zweifelsfall einen Termin in der Tierarztpraxis vereinbaren.
2.) Passender äußerer Zeckenschutz für Hunde
Trage vor dem Spazierengehen ein Zeckenmittel für Hunde auf.
Trage ein geeignetes Zeckenmittel auf die Haut Deines Lieblings auf, bevor ihr nach draußen geht. Das kann z. B. ein Spot-On-Präparat oder ein Zeckenspray für den Hund sein. Neben konventionellen Präparaten gibt es Zeckenmittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Laurinsäure aus Kokosöl, für die in Studien eine zeckenabwehrende Wirkung beschrieben wurde 4,5. Solche Produkte zielen darauf ab, das Haut- und Fellmilieu für Zecken weniger attraktiv zu machen und können zugleich pflegend wirken.
Beachte die Anwendungshinweise von Zeckenmitteln.
Wenn Du ein chemisches Zeckenmittel bei Deinem Hund verwendest, halte Dich genau an die Hinweise im Beipackzettel. Bei vielen Spot-On-Präparaten gilt zum Beispiel, dass die Auftragsstelle so lange nicht berührt werden sollte, bis sie vollständig trocken ist. In dieser Zeit sollten Kinder und andere Haustiere den Kontakt zu dieser Stelle vermeiden.
3.) Stabile innere Balance
Ernähre Deinen Hund ausgewogen.
Eine ausgewogene Ernährung und stabile Verdauung tragen zum allgemeinen Wohlbefinden Deines Hundes bei. In der ganzheitlichen Tiermedizin wird davon ausgegangen, dass das Darmmilieu Einfluss auf Haut und Fell haben kann. Von daher empfehlen wir, auf eine gut verträgliche, bedarfsgerechte Fütterung zu achten, die den Organismus Deines Hundes langfristig unterstützt.