Ratgeber Hundegesundheit

Zeckenschutz beim Hund 2026: Warum alte Strategien nicht mehr ausreichen

Die Regeln für Zeckenschutz beim Hund haben sich geändert: Durch neue Zeckenarten, längere Aktivitätszeiten und ausgeweitete Risikogebiete reichen alte Strategien nicht mehr aus. Wir zeigen Dir, worauf es beim ganzheitlichen Zeckenschutz für Hunde ankommt, damit Deine Fellnase und Du Eure Zeit im Grünen möglichst unbeschwert und gut vorbereitet genießen könnt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Zecken können inzwischen schon bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aktiv sein, in milden Wintern fast ganzjährig.
  • Neben dem Gemeinen Holzbock breiten sich zunehmend weitere Arten aus wie die Auwaldzecke (Winterzecke) oder die Hyalomma-Zecke, die ihre Wirte über weite Strecken verfolgen kann.
  • Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen, die für Deinen Hund ernsthafte Folgen haben können.
  • Ein frühzeitiger, gut abgestimmter Zeckenschutz für Hunde kann dazu beitragen, das Risiko von Zeckenstichen zu verringern.
  • Neben chemischen Präparaten gibt es auch pflanzliche Ansätze, die das Haut- und Fellmilieu beeinflussen können. Für einzelne Inhaltsstoffe wird eine zeckenabwehrende Wirkung beschrieben. Sei Dir aber bewusst, dass viele dieser natürlichen Mittel nicht umfassend auf ihre Wirksamkeit geprüft sind.

So kannst Du vorgehen

  • Täglicher Zecken-Check: Suche Deinen Hund nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich ab – besonders an dünn behaarten Stellen wie Ohren, Achseln, Bauch und Pfoten.
  • Spaziergänge klug wählen: Meide nicht nur hohe Wiesen und Waldränder, sondern auch trockene, sandige oder offene Flächen.
  • Pflege von außen: Bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe können dazu beitragen, das Haut- und Fellmilieu zu verändern. Besprich mit Deiner Tierarztpraxis, welcher Zeckenschutz für Deinen Hund geeignet ist.
  • Unterstützung von innen: Eine ausgewogene Ernährung kann das allgemeine Wohlbefinden sowie Haut und Fell unterstützen – als wichtige Basis für einen ganzheitlichen Zeckenschutz.
  • Ruhezonen bewusst gestalten: Auch im Garten oder auf dem Balkon können Zecken vorkommen. Halte Rasenflächen kurz, entferne Laub und schaffe für Deinen Hund möglichst zeckenarme Ruheplätze.

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen zum Thema Zeckenschutz beim Hund. Wenn Du Dir unsicher bist, sprich am besten mit Deinem Tierarzt oder Deiner Tierärztin ab, welches Präparat für Deinen Hund geeignet ist.

Zeckenschutz beim Hund 2026: Was hat sich geändert?

Zeckenschutz beim Hund war lange vor allem von Frühling bis Herbst ein Thema. Doch inzwischen zeigt sich: Neben dem Gemeinen Holzbock breiten sich zunehmend weitere Zeckenarten in Deutschland aus, die andere Verhaltensweisen und Aktivitätszeiten zeigen und damit neue Anforderungen an den Zeckenschutz stellen.

„Winterzecke“ ist schon bei sehr niedrigen Temperaturen aktiv.

Die Auwaldzecke ist vor allem als Überträger der sogenannten Hundemalaria (Babesiose) bekannt. Im Unterschied zum Gemeinen Holzbock ist sie eine typische „Winterzecke“ und kann schon bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt (bereits ab 0,4 °C) aktiv werden 1. Das bedeutet: Bereits milde Wintertage im Januar oder Februar können ausreichen, damit Hunde mit Zecken in Kontakt kommen. Einen klar begrenzten, „zeckenfreien“ Zeitraum gibt es in vielen Regionen kaum noch, besonders in Jahren mit milden Wintern.

Neue Zeckenart mit anderem Jagdverhalten 

Hinzu kommt die vermehrte Ausbreitung der Hyalomma-Zecke. Sie stammt ursprünglich aus wärmeren Regionen Afrikas, Asiens und Südeuropas und wird inzwischen (begünstigt durch warme und trockene Witterungsbedingungen) auch in Deutschland nachgewiesen. Typische Fundorte sind offene Flächen wie Weiden, sandige Böden oder Pferdekoppeln. Ihr Jagdverhalten unterscheidet sich deutlich vom Holzbock und von der Auwaldzecke: Während diese meist im Gras oder Unterholz warten, bis ein Wirt vorbeistreift, kann die Hyalomma-Zecke aktiv auf Wärme und Bewegungen reagieren. Beobachtungen zeigen, dass sie Warmblüter schon aus einigen Metern Entfernung wahrnehmen und ihnen über mehrere hundert Meter folgen kann 2.

Risikogebiete für FSME weiten sich aus 

Auch die als FSME-Risikogebiete eingestuften Regionen haben sich ausgeweitet. Inzwischen gelten nicht mehr nur Teile Süddeutschlands als betroffen, auch Regionen in weiteren Bundesländern (z. B. Teilen Brandenburgs und Niedersachsens) wurden als Risikogebiete eingestuft 3. Der Schwerpunkt liegt zwar weiterhin in Süddeutschland, aber die Zahl der betroffenen Kreise in anderen Bundesländern nimmt zu.

Diese Entwicklungen zeigen: Zeckenschutz beim Hund sollte früh beginnen, konsequent umgesetzt und auf das Lebensumfeld und die Region abgestimmt werden.

Welches Risiko besteht beim Zeckenbiss?

Wenn sich eine Zecke an Deinem Hund festsaugt, benötigt sie oft mehrere Tage für ihre Blutmahlzeit, bevor sie von selbst wieder abfällt. Obwohl eine Zecke im Fell meist gut sichtbar ist, kann die Einstichstelle später schwieriger auszumachen sein und zu Juckreiz sowie Schwellungen führen. Durch intensives Kratzen kann es außerdem zu weiteren Hautentzündungen kommen. Ein besonderes Risiko geht von den Krankheitserregern aus, die durch die winzigen Blutsauger übertragen werden können und die teils gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit Deines Hundes haben.

Welche Zeckenkrankheiten können Hunde durch einen Zeckenbiss bekommen?

In Deutschland können vor allem die folgenden von Zecken übertragenen Erkrankungen eine Gefahr für junge und erwachsene Hunde darstellen:

  • Die Lyme-Borreliose zählt zu den am meisten verbreiteten Infektionskrankheiten, die hierzulande von Zecken übertragen werden. Typische Anzeichen sind Fieber, geschwollene Lymphknoten, Schmerzen in den Gelenken oder auch Lähmungserscheinungen.
  • Anaplasmose wird von Bakterien, den sogenannten Anaplasmen, hervorgerufen. Diese Bakterien infizieren bestimmte weiße Blutkörperchen und können deren Zahl und Funktion deutlich beeinträchtigen, was schwerwiegende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann.
  • Die als Hunde-Malaria bekannte Babesiose wird durch Parasiten (Babesien) verursacht, die durch Zeckenstiche auf den Hund übertragen werden. Die Infektion führt dazu, dass die Babesien die roten Blutkörperchen angreifen und zerstören, was typischerweise mit einer Blutarmut (Anämie) einhergeht.
  • Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine virale Erkrankung, die meist akut verläuft und das Nervensystem beeinträchtigt. Dabei kommt es zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die im extremen Fall tödlich enden kann. Hunde gelten insgesamt als eher widerstandsfähig gegenüber dem FSME-Virus. Welche Faktoren das Risiko für eine Erkrankung erhöhen, ist bisher noch nicht eindeutig geklärt.
  • Ehrlichiose ist eine Mittelmeerkrankheit, die in zahlreichen Urlaubsländern (wie Italien, Spanien, Griechenland) vorkommt und Hunden gefährlich werden kann. Die Krankheitserreger (Ehrlichien) befallen bestimmte weiße Blutzellen und können sich im gesamten Köper ausbreiten, was zu weiteren Schäden führen kann. Inzwischen wurden auch in Gebieten nördlich der Alpen, einschließlich Deutschland, vereinzelt Ehrlichien in Zecken gefunden.
Mittlerweile lauern Zecken nicht nur in hohen Wiesen, Wäldern oder Gärten – sie können auch auf trockenen Offenflächen vorkommen und die Gesundheit Deiner Fellnase gefährden. Ein durchdachter Zeckenschutz bei Deinem Hund hilft, das Risiko für Zeckenstiche zu verringern.

Warum werden manche Hunde häufiger von Zecken befallen?

Vielleicht hast Du schon beobachtet, dass manche Hunde besonders häufig von Zecken betroffen sind, während andere scheinbar seltener befallen werden. Dafür können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen: Zecken reagieren u. a. auf Körperwärme, Bewegungen, ausgeatmetes Kohlendioxid und bestimmte Geruchsstoffe. Auch individuelle Unterschiede im Haut- und Fellmilieu können Einfluss darauf haben, wie attraktiv ein Hund für Zecken wirkt.

Aus ganzheitlicher Sicht wird daher überprüft, ob Veränderungen im Stoffwechsel oder in der Darmflora das Hautmilieu beeinflussen können. Ein belasteter Stoffwechsel – z. B. durch ungeeignete Fütterung oder eine gestörte Verdauung – kann dazu führen, dass vermehrt Stoffwechselprodukte über Haut und Fell abgegeben werden und sich das individuelle „Duftprofil“ eines Hundes verändert. Maßnahmen zur Darmreinigung und Milieu-Optimierung können den Organismus unterstützen und das Haut- und Fellmilieu positiv beeinflussen.

Welches Zeckenmittel ist das Richtige für meinen Hund?

Kautabletten, Spot-Ons oder Zeckenhalsbänder gehören zu den am häufigsten eingesetzten Zeckenmitteln für den Hund. Daneben gibt es auch natürliche Alternativen, die jedoch nicht alle wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit geprüft sind. Welches Zeckenmittel für Deinen Hund sinnvoll ist, hängt davon ab, wie hoch das Zecken- und Erkrankungsrisiko in Deiner Region ist, aber auch vom Gesundheitszustand und der Empfindlichkeit Deiner Fellnase.

  • Tabletten gegen Zecken beim Hund sind in der Tierarztpraxis oder Apotheke erhältlich. Nach der Einnahme verteilt sich der Wirkstoff über den Blutkreislauf im Körper. Zecken nehmen ihn beim Blutsaugen auf. Die Wirkung kann je nach Präparat mehrere Wochen anhalten. Viele Halterinnen und Halter entscheiden sich für Tabletten gegen Zecken beim Hund, weil sie einfach anzuwenden sind und keine Rückstände auf Haut oder Fell hinterlassen.
  • Spot-On-Präparate können sowohl rezeptpflichtig als auch rezeptfrei erworben werden. Die Flüssigkeit wird auf die Haut entlang der Rückenlinie geträufelt. Der Wirkstoff verteilt sich über die Haut und das Hautfett. Je nach Produkt wirken Spot-On-Präparate abtötend oder abschreckend auf Zecken. Es ist wichtig, die Anwendungshinweise genau zu beachten und direkten Kontakt mit der aufgetragenen Stelle – insbesondere bei Kindern – vorübergehend zu vermeiden.
  • Ein Zeckenhalsband für den Hund gibt kontinuierlich kleine Mengen eines Wirkstoffs über Haut und Fell ab, der sich über das Hautfett auf der Körperoberfläche verteilt. Je nach Produkt wirken es entweder abschreckend (repellierend) oder abtötend, wenn eine Zecke Kontakt mit Haut oder Fell hat. Manche Hunde reagieren jedoch empfindlich auf Zeckenhalsbänder, insbesondere bei sensibler Haut.

Ist chemischer Zeckenschutz für meinen Hund gefährlich?

Chemische Zeckenmittel für den Hund enthalten Wirkstoffe, die gezielt in das Nervensystem oder den Stoffwechsel der Zecke eingreifen. Sie gelten als wirksam gegen Zecken und andere Ektoparasiten und sind tierärztlich geprüft. Wie bei allen Arzneimitteln können jedoch – abhängig vom Wirkstoff und der individuellen Empfindlichkeit – Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören u. a. Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden oder in seltenen Fällen neurologische Symptome. Welches Präparat für Deinen Hund geeignet ist, sollte immer mit der Tierarztpraxis abgeklärt werden.

In der ganzheitlichen Tiermedizin wird außerdem diskutiert, ob chemische Zeckenmittel den Organismus insgesamt beeinflussen können – darunter auch das Darmmikrobiom, das eine wichtige Rolle für das Immunsystem und den Stoffwechsel spielt. Besonders bei jungen Hunden, deren Mikrobiom sich noch entwickelt, ist es sinnvoll, gemeinsam mit der Tierarztpraxis abzuwägen, ob und in welcher Situation ein chemisches Präparat notwendig ist.

 Welchen natürlichen Zeckenschutz für Hunde gibt es?

Natürliche Zeckenmittel verfolgen meist den Ansatz, Zecken nicht abzutöten, sondern das Haut- und Fellmilieu für sie weniger attraktiv zu machen. Beispiele sind Produkte mit Laurinsäure (z. B. aus Kokosöl) oder pflanzliche Inhaltsstoffe wie Zistrose (Cistus incanus).

  • Für mittelkettige Fettsäuren aus Kokosöl wie Laurinsäure gibt es Studien, die eine zeckenabwehrende Wirkung beschreiben, indem sie Zecken durch ihren Geruch und bei Kontakt vom Beißen abhalten 4,5.
  • Zistrose enthält sogenannte Polyphenole – sekundäre Pflanzenstoffe, die das individuelle Geruchsprofil eines Hundes beeinflussen können. Beobachtungen aus der Praxis legen nahe, dass manche Hunde dadurch für Zecken weniger attraktiv erscheinen.

Da natürliche Zeckenmittel für den Hund meist nicht über den Blutkreislauf im ganzen Körper wirken, sondern direkt an Haut und Fell ansetzen, entscheiden sich viele Halterinnen und Halter für diesen Ansatz im Zeckenschutz. Wichtig ist jedoch: Die Wirkung natürlicher Mittel kann individuell unterschiedlich ausfallen. Gerade in Regionen mit starkem Zeckenaufkommen oder bekannten Risikogebieten sollte gemeinsam mit der Tierarztpraxis entschieden werden, welcher Zeckenschutz für Deinen Hund am besten geeignet ist.

Unsere Empfehlung: Neben Deinem Wohnort sollten auch Faktoren wie Alter, Gesundheit und Lebensweise Deines Hundes in die Entscheidung für den Zeckenschutz mit einfließen. In manchen Fällen kann eine Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll sein.

Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen?

Ein wirksamer Zeckenschutz für Hunde beruht auf mehreren Bausteinen:

  1. Konsequente Kontrolle im Alltag
  2. Ein passender äußerer Schutz
  3. Eine stabile innere Balance

Die folgenden Tipps orientieren sich an den langjährigen Erfahrungen aus der 5-E™ Tierarztpraxis und helfen Dir dabei, Deinen Hund ganzheitlich durch die Zeckenzeit zu begleiten.

1.) Konsequente Kontrolle im Alltag 

Suche Deinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich ab. 

Suche Deinen Hund nach jedem Aufenthalt im Grünen sorgfältig nach Zecken ab. Das gilt nicht nur vom Frühling bis Herbst: Sobald die Temperaturen dauerhaft im Plusbereich liegen, solltest Du Deinen Hund regelmäßig kontrollieren. Wenn Du einen Blutsauger entdeckst, entferne ihn so schnell wie möglich. Am effektivsten geht das mit einer Zeckenkarte, Zeckenzange oder Zeckenschlinge. Setze das Werkzeug direkt an der Haut an (um sicherzustellen, dass auch der Kopf entfernt wird) und ziehe die Zecke vorsichtig heraus, ohne sie zu zerdrücken. Da manche Krankheitserreger oft erst nach mehreren Stunden übertragen werden, zahlt sich schnelles Handeln aus.

Pflege die Haut nach dem Entfernen der Zecke.  

Ein Zeckenstich kann insbesondere bei jungen oder empfindlichen Hunden Entzündungen oder verstärkten Juckreiz verursachen. Von daher empfehlen wir, die betroffene Hautstelle nach dem Entfernen der Zecke mit einer milden, hautberuhigenden Pflege zu behandeln.

Zecken-Hotspots richtig einschätzen und meiden. 

Zecken sind längst nicht mehr nur zwischen März und Oktober aktiv. Besonders die Auwaldzecke kann schon bei sehr niedrigen Temperaturen unterwegs sein und in milden Wintern teilweise ganzjährig aktiv bleiben. Viele hier heimische Zeckenarten halten sich bevorzugt im hohen Gras, Unterholz oder an Waldrändern auf. Neue Arten wie die Hyalomma-Zecke kommen in betroffenen Regionen auch auf trockenen, offenen Flächen wie Heidegebieten, sandigen Böden oder Pferdekoppeln vor.

  • Meide nicht nur hohe Wiesen und Waldstücke, sondern auch trockene, warme Offenflächen wie Heide- oder Sandgebiete, besonders bei sommerlichen Temperaturen.
  • Weiche möglichst auf gut einsehbare Wege, kurz gemähte Grünflächen oder befestigte Spazierwege aus.

Achte auf Veränderungen im Verhalten Deines Hundes. 

Wenn ein Hund von einer Zecke gestochen wird, kann das Unbehagen, Juckreiz oder Schmerzen verursachen, was zu einer Veränderung des allgemeinen Wohlbefindens führen kann, wie Müdigkeit und Schlappheit, weniger Interesse an Bewegung, Gereiztheit oder sogar Ängstlichkeit. Zudem können durch Zecken übertragene Erkrankungen zu Symptomen wie Lethargie, Appetitlosigkeit oder Fieber führen. Wenn Dir solche Veränderungen an Deinem Hund auffallen, solltest Du ihn besonders gründlich nach Zecken absuchen und im Zweifelsfall einen Termin in der Tierarztpraxis vereinbaren.

2.) Passender äußerer Zeckenschutz für Hunde 

Trage vor dem Spazierengehen ein Zeckenmittel für Hunde auf. 

Trage ein geeignetes Zeckenmittel auf die Haut Deines Lieblings auf, bevor ihr nach draußen geht. Das kann z. B. ein Spot-On-Präparat oder ein Zeckenspray für den Hund sein. Neben konventionellen Präparaten gibt es Zeckenmittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Laurinsäure aus Kokosöl, für die in Studien eine zeckenabwehrende Wirkung beschrieben wurde 4,5. Solche Produkte zielen darauf ab, das Haut- und Fellmilieu für Zecken weniger attraktiv zu machen und können zugleich pflegend wirken.

Beachte die Anwendungshinweise von Zeckenmitteln. 

Wenn Du ein chemisches Zeckenmittel bei Deinem Hund verwendest, halte Dich genau an die Hinweise im Beipackzettel. Bei vielen Spot-On-Präparaten gilt zum Beispiel, dass die Auftragsstelle so lange nicht berührt werden sollte, bis sie vollständig trocken ist. In dieser Zeit sollten Kinder und andere Haustiere den Kontakt zu dieser Stelle vermeiden.

3.) Stabile innere Balance 

Ernähre Deinen Hund ausgewogen. 

Eine ausgewogene Ernährung und stabile Verdauung tragen zum allgemeinen Wohlbefinden Deines Hundes bei. In der ganzheitlichen Tiermedizin wird davon ausgegangen, dass das Darmmilieu Einfluss auf Haut und Fell haben kann. Von daher empfehlen wir, auf eine gut verträgliche, bedarfsgerechte Fütterung zu achten, die den Organismus Deines Hundes langfristig unterstützt.

Tipp: Mit dem Online-Ernährungsberater kannst Du in nur einer Minute herausfinden, welche Futtersorten für Deinen Hund geeignet sind.

Unterstütze Deinen Hund auch von innen. 

Manche Hundehalter und Halterinnen ergänzen den äußeren Zeckenschutz durch natürliche Produkte zur inneren Anwendung. Diese enthalten z. B. pflanzliche Inhaltsstoffe oder Fettsäuren, die Haut und Fell ernährungsphysiologisch unterstützen können. Welche Ergänzungsfuttermittel für Deinen Hund sinnvoll sein könnten, solltest Du mit Deiner Tierarztpraxis abstimmen.

So happy together! Mit einem durchdachten Zeckenschutz können Dein Hund und Du die warme Jahreszeit unbeschwert genießen.

Produktempfehlungen

Die Produktempfehlungen orientieren sich an den drei Bausteinen für einen ganzheitlichen Zeckenschutz beim Hund: äußerer Schutz, innere Balance und konsequente Begleitung im Alltag. Sie können Deinen Hund in Zeiten mit vermehrtem Aufenthalt im Grünen sinnvoll begleiten.

1.) PARA LAURIN SPOT-ON DOG und PARA LAURIN BALSAM enthalten ausgewählte pflanzliche Inhaltsstoffe, die zur Pflege von Haut und Fell beitragen und in Zeiten mit vermehrtem Insektenaufkommen oder bei häufigen Aufenthalten im Grünen sinnvoll sein können.

  • PARA LAURIN SPOT-ON DOG ist ein tierärztlich entwickeltes Spot-on zur äußerlichen Anwendung. Es enthält pflanzliche Komponenten wie Margosa-Extrakt und Zitroneneukalyptusöl. Gleichzeitig pflegt es Haut und Fell Deines Lieblings mit Kokosöl, Neemöl und Schwarzkümmelöl.
  • PARA LAURIN BALSAM ist ein tierärztlich entwickelter Balsam zur äußerlichen Anwendung. Er enthält pflanzliche Komponenten wie Margosa-Extrakt und Zitroneneukalyptusöl. Gleichzeitig pflegt er Haut und Fell Deines Lieblings und verleiht einen frischen, angenehmen Duft.

2.) ENDOZECK PLUS ist ein Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsphysiologischen Begleitung in Phasen mit vermehrtem Aufenthalt im Grünen.

  • Mit Bierhefe als Quelle für Vitamin B1, das zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt.
  • Ausgewählte Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Salbei werden traditionell gefüttert, wenn Hunde viel im Freien unterwegs sind.
  • Kann zur Unterstützung einer ausgewogenen inneren Balance beitragen.

3.) DARM-KUR für Hunde kombiniert ausgewählte Ergänzungsfuttermittel, die die normale Verdauungsfunktion ernährungsphysiologisch unterstützen können.

  • KRÄUTERHEFE liefert B-Vitamine (Biotin, Niacin und Riboflavin). Biotin, Niacin und Riboflavin tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • LACHS-HANF-ÖL enthält Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die den Stoffwechsel und die normale Zellfunktion unterstützen können.
  • DARM DYN enthält Huminsäuren, Fenchel und Yucca schidigera, die die normale Darmfunktion unterstützen können und zu einer ausgeglichenen Verdauung beitragen.

Häufige Fragen zu Zecken beim Hund

Zecken können Krankheitserreger übertragen, die für Hunde ernsthafte Folgen haben können. Deshalb ist ein durchdachter Zeckenschutz bei Deinem Hund sinnvoll, besonders wenn Ihr Euch oft im Grünen aufhaltet. Ob klassisches Zeckenmittel oder natürlicher Zeckenschutz für den Hund: Besprich mit Deiner Tierarztpraxis, welche Lösung am besten zu Alter, Gesundheit und Lebensweise Deines Lieblings passt.

In Deutschland sind vor allem der Gemeine Holzbock und die Auwaldzecke verbreitet, zunehmend wird auch die Hyalomma-Zecke nachgewiesen. Die Auwaldzecke kann bereits bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aktiv sein, der Gemeine Holzbock oft ab etwa 5-7 °C. Die meisten hier heimischen Zecken halten sich vor allem in hohem Gras, Unterholz und an Waldrändern auf. Arten wie die Hyalomma-Zecke kommen auch auf trockenen, offenen Flächen vor. Ein frühzeitiger Zeckenschutz für Hunde ist daher in vielen Regionen fast ganzjährig wichtig.

Zecken sind längst nicht mehr nur von März bis Oktober aktiv. Besonders milde Winter führen dazu, dass sie fast ganzjährig vorkommen können. In vielen Regionen empfiehlt sich daher ein durchgängiger Zeckenschutz beim Hund, vor allem bei häufigen Spaziergängen in Wald, Wiesen oder Parks. Welcher Zeckenschutz für Hunde sinnvoll ist, hängt von Deinem Wohnort und dem individuellen Risiko ab.

Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Manche Präparate wie Zeckenhalsbänder, Spot-Ons oder Tabletten gegen Zecken beim Hund sind erst ab einem bestimmten Alter oder Gewicht zugelassen. Lies daher immer die Herstellerangaben und sprich im Zweifel mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt. Gerade bei Welpen ist es wichtig, den Zeckenschutz individuell mit der Tierarztpraxis abzustimmen.

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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leitet er die Tierarztpraxis Thomas Backhaus in Thalfang und das Coaching-Zentrum für ganzheitliche Tiermedizin. Er ist mehrfacher Buchautor und internationaler Referent.

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