Was ist Leishmaniose überhaupt?
Bei Leishmaniose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Sandmücken übertragen wird. Die Erkrankung selbst wird durch einzellige Parasiten (den Leishmanien) verursacht, welche spezielle Immunzellen, die sogenannten Makrophagen, befallen. Hat sich ein Hund einmal angesteckt, bleibt er ein Leben lang infiziert. Leishmaniose ist nicht heilbar, aber durch eine dauerhafte (meist lebenslange) Therapie können die Symptome und das Wohlbefinden des Hundes verbessert werden. Unbehandelt führt die Erkrankung meist innerhalb von 1 bis 2 Jahren zum Tod. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, damit der Tierarzt oder die Tierärztin einen passenden Behandlungsplan erstellen kann.
Warum wird Leishmaniose auch als Mittelmeerkrankheit bezeichnet?
Da Leishmaniose ursprünglich in südeuropäischen Ländern wie Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Bulgarien, Kroatien und der Türkei vorkommt, bezeichnet man sie auch als Mittelmeerkrankheit. Für Hunde, die in diese Regionen reisen, besteht also ein hohes Risiko, sich mit Leishmanien zu infizieren. Seit einiger Zeit breitet sich die Sandmücke aber auch immer weiter nach Norden aus: In den letzten Jahren wurden stabile Populationen an mehreren Standorten im Südwesten Deutschlands, insbesondere in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, nachgewiesen 1. Damit steigt auch hierzulande das potenzielle Risiko für eine Übertragung der Mittelmeerkrankheit.
Was passiert nach einer Infektion?
Hat sich ein Hund mit Leishmaniose infiziert, werden die einzelligen Parasiten von den Immunzellen aufgenommen, wo sich diese vermehren und die Zellen schädigen. Weil sich die Parasiten in den Zellen verstecken, sind sie quasi vor der Immunabwehr geschützt. Im weiteren Verlauf können die Leishmanien in den Blutkreislauf gelangen, wodurch sie sich im Körper verteilen und weitere Organe wie Lymphknoten, Milz, Leber, Lunge, Darm, Knochenmark oder die Haut befallen. An den Organen kommt es dann zu chronischen Entzündungen, die der Körper zu bekämpfen versucht, wodurch das Gewebe noch mehr geschädigt wird.
Bei Leishmaniose handelt es sich um eine Zoonose.
Das bedeutet, die Erkrankung kann sowohl auf Tiere als auch auf (vorwiegend immungeschwächte) Menschen übertragen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Dich Dein erkrankter Hund ansteckt, gilt jedoch als sehr gering. Ein höheres Risiko birgt die direkte Übertragung des Erregers durch einen Mückenstich.
5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Sehr geehrter Herr Backhaus. Fliege oft nach Andalusien mit meinem Bolonka. Bisher geimpft gegen Leishmaniose möchte gerne auf Citronella umstellen. avantex etc verträgt mein Hund nicht. Wo bekommt man Citronellaprodukte. Mit freundlichen Grüßen U. Uchmann
Alternative für Impfung
Hallo 🙂
eine 1:1 Alternative zur Impfung gibt es nicht.
Allerdings gibt es einige Maßnahmen, die das Risiko einer Leishmaniose-Infektion reduzieren können, wie zum Beispiel:
1. Von Anfang an Darm- und Immunsystem stärken. Ein gesundes Immunsystem kann dazu beitragen, das Risiko einer Leishmaniose-Infektion zu reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und regelmäßige Darmkuren können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.
1. Vermeidung von Risiko-Gebieten: Leishmaniose ist am häufigsten in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Aufenthalt im Freien während der Dämmerung und am Abend vermeiden.
3. Schutzmaßnahmen: Pinus Gel oder Para Ex dem Hund auftragen. Endozeck sind Tabletten, die verabreicht werden können und den Geruch des Hundes verändern, sodass er für Parasiten und Mücken nicht mehr so interessant ist.
Ich habe mich für einen Hund im Tierschutz interessiert und habe jetzt rausgefunden, dass er leishaminose hat.aber erst nach langem suchen,rausgefunden.der hund ist noch in Spanien und auf der offiziellen seite steht nur,dass er bevor er Ausreist noch auf mittelmeerkrankheiten getestet wird. Finde inzwischen auch die info dass er diese Krankheit hat nicht mehr.was soll ich tun?Danke
Hallo Barbara,
solltest Du Dein Herz an ihn verloren haben und ihn bei Dir aufnehmen, dann gibt es einige Möglichkeiten ihn zu unterstützen, falls er Leishmaniose hat.
Erste Priorität ist es, das Immunsystem zu stärken. Du kannst dazu unsere Leishmaniose-Kur nehmen und ein purinarmes Futter wie unser PLANTA wählen.
Liebe Grüße,
Helen von Das Gesunde Tier