Ratgeber Darmgesundheit

Giardien beim Hund: Erkennen, Behandeln, Vorbeugen

Giardien gehören zu den am häufigsten vorkommenden Parasiten bei Hunden. Ohne eine konsequente Behandlung kann eine Infektion negative Auswirkungen auf die Gesundheit Deines Lieblings haben. In diesem Ratgeber erfährst Du, wie Du Giardien beim Hund erkennen kannst und wie sie behandelt werden. Außerdem erhältst Du Tipps, wie Du Deinen Liebling vor einer Ansteckung schützen kannst.

Das Wichtigste im Überblick

  • Giardien sind einzellige Parasiten, die sich in der Darmschleimhaut unserer Hunde ansiedeln können.
  • Sie kommen unter anderem in verunreinigtem Wasser und im Kot anderer Fleischfresser vor.
  • Giardien verursachen meistens dann Probleme, wenn sie sich massenhaft vermehren.
  • Symptome einer Giardien-Infektion können starke Blähungen, Erbrechen oder Durchfall sein.
  • Ein beschädigtes Magen-Darm-Milieu bietet in vielen Fällen optimale Bedingungen für eine Infektion.

So kannst Du vorgehen

  • Informiere Dich hier über die möglichen Symptome und Ursachen von Giardien beim Hund.
  • Lass bei Verdacht auf eine Infektion eine Kotanalyse in der Tierarztpraxis durchführen.
  • Achte auf eine gründliche Hygiene im Alltag, z. B. durch das regelmäßige Reinigen von Näpfen, Decken und Hundespielzeug.
  • Besprich mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt, welche Ernährung für Deinen Hund in dieser Zeit am besten geeignet ist.
  • Halte die tierärztlich empfohlene Therapie konsequent ein und unterstütze langfristig ein stabiles Darmmilieu, um die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Infektion zu verringern.

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei einer Giardien-Infektion. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich!

Was sind Giardien?

Bei Giardien handelt es sich um mikroskopisch kleine, einzellige Parasiten. Gewöhnlich sitzen sie im Verdauungstrakt und ernähren sich vom durchströmenden Nahrungsbrei. Giardien werden meistens dann zum Problem, wenn sie sich stark vermehren. Dabei können sie dem Dünndarm wichtige Nährstoffe stehlen und Entzündungen sowie dauerhaften Durchfall verursachen. In diesem Fall spricht man von einer Giardiose.

Nicht nur Hunde – auch Katzen, landwirtschaftliche Nutztiere (u. a. Kühe und Schweine) und Menschen können sich mit Giardien anstecken. Sie sind weit verbreitet und kommen unter anderem in verschmutztem oder abgestandenem Wasser vor, aber auch in verunreinigten Nahrungsmitteln. Besonders häufig sind Giardien in den Kothaufen anderer Fleischfresser zu finden, über den sich andere Tiere anstecken können. Studien 1 zeigen, dass etwa 15 bis 20 Prozent der Hunde in Deutschland mit Giardien befallen sind, wobei Welpen und Hunde aus Tierheimen deutlich häufiger betroffen sein können.

Grafische Darstellung von Giardien beim Hund

Sind Giardien beim Hund ansteckend?

Ja, Giardien können von Tieren auf Menschen übertragen werden (man bezeichnet solche Krankheiten als Zoonosen). Hast Du Dich mit Giardien angesteckt, kann dies zu unangenehmen Symptomen wie Durchfall und Bauchschmerzen führen. Deshalb ist es wichtig, auf eine gute Hygiene zu achten und die Umgebung Deines Hundes gründlich zu reinigen und zu behandeln, wenn er eine Giardien-Infektion hat. So kannst Du Dich und Deine Liebsten vor einer Ansteckung schützen.

Welche Hygienemaßnahmen bei einer Giardien-Infektion wichtig sind, erfährst Du in diesem Kapitel.

Warum bekommt ein Hund Giardien?

Hunde können sich auf unterschiedlichen Wegen mit Giardien anstecken. Dazu gehören unter anderem:

  • Schnüffeln oder Lecken an Gras, an dem Tierkot haftet
  • Fressen von mit Giardien befallenem Kot
  • Trinken von kontaminiertem Wasser aus Näpfen oder Pfützen
  • Enger Kontakt mit anderen Hunden, die Giardien haben
  • Hundemütter können Giardien auch an ihre Welpen weitergeben

Grundsätzlich können Hunde jeden Alters an einer Giardiose erkranken. Das Risiko für eine Infektion im ersten Lebensjahr ist mit etwa 70 % am höchsten und sinkt mit zunehmendem Alter deutlich ab 2.  Außerdem spielen verschiedene Umweltfaktoren wie Stress, Fehlfütterung oder ungenügende Hygienebedingungen eine Rolle bei der Entstehung der Erkrankung.

Eine Giardiose wird oft durch ein geschwächtes Magen-Darm-System begünstigt.

Studien 3 zeigen, dass eine Giardiose insbesondere dann schwer verläuft, wenn das Magen-Darm-Milieu und die Darmflora bereits gestört oder geschwächt sind – zum Beispiel durch Fehlernährung, wiederholte Medikamentengabe, chronischen Stress oder eine gestörte Säure-Basen-Balance. In solchen Fällen können die Giardien im Darm besonders zahlreich werden und starke Beschwerden verursachen.

Entscheidend ist der Lebensraum der Mikroorganismen in Magen und Darm.

Eine Infektion ist hauptsächlich dann möglich, wenn es den Giardien gelingt, sich an die kleinen Zotten der Darmschleimhaut zu heften und sich dort zu vermehren. Optimale Voraussetzungen dafür bietet ein gestörtes Magen-Darm-Milieu, das wiederum durch zu viel Säure, Sauerstoffverarmung, Verklebungen der Darmzotten oder Gase verursacht werden kann. Mögliche Folgen eines starken Giardien-Befalls sind eine behinderte Aufnahme von wichtigen Nährstoffen, Energieverluste, Durchfälle und eine geschwächte Fettverwertung.

Wie verhält sich ein Hund, der Giardien hat?

Ob Dein Liebling unter einem starken Befall von Giardien leidet, lässt sich im Vorfeld nicht so leicht feststellen – denn nicht alle betroffenen Vierbeiner erwecken den Anschein, krank zu sein. Je nach Zustand des Immunsystems können die Giardien entweder völlig ohne Symptome im Hund leben oder aber verschiedene Beschwerden verursachen. Bei massenhaftem Auftreten oder einem geschwächten Immunsystem können sie schwere Entzündungen im Darm hervorrufen, mit den entsprechende Begleiterscheinungen.

Folgende Symptome können auf eine Giardien-Infektion beim Hund hinweisen:

  • Bauchschmerzen
  • Starke Blähungen und Darmgeräusche
  • Erbrechen
  • Akut auftretender, oder von Zeit zu Zeit wiederkehrender Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Dünnbreiiger oder wässriger Kot mit einem faulen bzw. ranzigen Geruch, oft enthält dieser Fett- oder Schleimbeimengungen (seltener Blutbeimengungen)
  • Bei Welpen und Jungtieren: zunehmender Gewichtsverlust bei gleichbleibendem Appetit

Sollten Dir eins oder mehrere dieser Symptome bei Deinem Hund auffallen, empfehlen wir Dir, zeitnah in eine Tierarztpraxis zu gehen, um eine mögliche Infektion mit Giardien rechtzeitig behandeln zu lassen.

Giardien beim Hund können sich durch Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und langwierigen Durchfall bemerkbar machen.

Wie kann man Giardien beim Hund feststellen?

Gewissheit erhältst Du über einen einfachen Labortest in der Tierarztpraxis. Dabei wird eine Kotprobe Deines Hundes auf Giardien-Zysten untersucht. Manchmal werden auch spezielle Tests durchgeführt, um Giardien-Antigene nachzuweisen.

Zusätzlich empfehlen wir, eine bakterielle und mykologische (Untersuchung auf Pilze) Kotanalyse durchführen zu lassen. Sollte Dein Hund bereits starke Symptome zeigen, empfehlen wir außerdem eine Blutanalyse und eine spezielle Vitalblut-Analyse unter dem Dunkelfeldmikroskop.

Wie kann man Giardien beim Hund behandeln?

Um eine Giardien-Infektion zu behandeln, wird der Tierarzt oder die Tierärztin in der Regel eine medikamentöse Therapie empfehlen, die Du genau nach Anweisung durchführen solltest. Zusätzlich ist es wichtig, die Umgebung Deines Hundes sauber und hygienisch zu halten, indem Du diese regelmäßig reinigst und desinfizierst.

Nach der Behandlung sind in der Regel Nachuntersuchungen erforderlich, um sicherzugehen, dass alle Giardien bei Deinem Hund beseitigt sind. Das Tückische an einer Giardien-Infektion ist nämlich, dass die Symptome zwischenzeitlich abklingen können. Das bedeutet jedoch nicht zwingend, dass die Infektion überstanden ist. Nicht selten ist eine Besserung der Symptome nur von kurzer Dauer.

Empfohlene Hygienemaßnahmen bei Giardien

Die Organisation ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) empfiehlt eine Reihe von Hygienemaßnahmen, die Du befolgen solltest, wenn Dein Hund eine Giardiose hat. Auf diesem Weg kannst Du verhindern, dass die Parasiten auf andere im Haushalt lebende Menschen oder Tiere übertragen werden. Zusätzlich unterstützt Du so die erfolgreiche Behandlung der Giardien, indem Du vermeidest, dass sich Dein Hund erneut ansteckt.

  • Sammle den Hundekot sofort auf und entsorge ihn in geschlossenen Plastikbeuteln im Hausmüll, welcher verbrannt wird und die Giardien somit zuverlässig vernichtet werden.
  • Reinige gründlich alle Oberflächen, die mit Kot in Kontakt gekommen sein könnten. Trockne alle Oberflächen gut ab, nachdem Du sie gereinigt hast.
  • Sterilisiere alle Flächen oder Gegenstände mit dafür geeigneten Desinfektionsmitteln. In der Tierarztpraxis erhältst Du Infos zu geeigneten Desinfektionsmitteln.
  • Reinige die Trink- und Futternäpfe Deines Hundes täglich mit kochendem Wasser und trockne sie gut ab.
  • Wasch Deine Hände nach jedem Kontakt mit Deinem Hund, besonders dann, wenn Kleinkinder oder immungeschwächte Personen im Haushalt leben.
  • Wasche die Kissen und Decken Deines Hundes bei mindestens 65° C. Nicht waschbare Textilien, die kontaminiert sein könnten, sollten über den Hausmüll entsorgt werden.
  • Bade und shampooniere Deinen Hund regelmäßig. Verwende vorzugsweise Produkte mit Chlorhexidin, um eventuell vorhandene Giardien-Zysten sicher zu beseitigen. Entferne alle anhaftenden Kotreste aus dem Fell und kürze bei Bedarf die Haare im Analbereich.

Kann man Giardien beim Hund natürlich behandeln?

Uns erreichen häufig Fragen, ob Giardien beim Hund auch ohne klassische Medikamente behandelt werden können. Dies musst Du individuell vom Tierarzt bzw. der Tierärztin entscheiden lassen. Unsere Erfahrung aus der ganzheitlichen Tiermedizin zeigt: Medikamente führen häufig nur zu einer vorübergehenden Reduktion der Parasiten. Wird das Darmmilieu nicht gleichzeitig gestärkt und langfristig stabilisiert, können sich Giardien erneut ansiedeln – oft hartnäckiger als zuvor.

Deshalb setzen wir ergänzend zur tierärztlichen Behandlung auf eine ganzheitliche Darmpflege. Ziel ist es, das Gleichgewicht im Darm nachhaltig zu fördern, das Mikrobiom zu stabilisieren und so das Milieu für Giardien dauerhaft unattraktiv zu machen.

Wichtig: Eine akute Giardien-Infektion sollte immer mit dem behandelnden Tierarzt oder der behandelnden Tierärztin besprochen werden. Eine begleitende Unterstützung des Darms kann jedoch sinnvoll sein, vor allem bei wiederkehrenden Problemen.

Für eine nachhaltige Verbesserung empfehlen wir deshalb:

  • Reparatur des Mikrobioms (Bakteriengemeinschaft im Darm)
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Stärkung der roten Blutkörperchen
  • Reaktivierung der Meridiane (Kanäle, in denen die Lebensenergie fließt)

Tipp: Begleitend zur tierärztlichen Behandlung kann es sinnvoll sein, den Darm Deines Hundes mit Probiotika und Ergänzungsfuttermitteln zu unterstützen. Dafür hat das Tierärzteteam von DGT MEDICAL erprobte Empfehlungen zusammengestellt. Bei Interesse kannst Du über DGT MEDICAL einen persönlichen Online-Termin buchen.

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Was dürfen Hunde mit einer Giardiose essen?

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Giardien beim Hund zu behandeln. Eine gängige Empfehlung bei einer Giardiose ist, möglichst keine Kohlenhydrate zu füttern. Auf diesem Weg soll den Giardien die Nahrung entzogen werden, da sich diese insbesondere von Kohlenhydraten ernähren.

Laut unserer tierärztlichen Erfahrung und aktuellen tiermedizinischen Quellen 4,5 ist diese Maßnahme nicht sinnvoll. Weder kann damit das Wachstum der Giardien gezielt unterdrückt werden, noch ist ein positiver Einfluss auf die Heilung wissenschaftlich belegt. Im Gegenteil: Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung unterstützt das Gleichgewicht des Darmmikrobioms und fördert die Erholung des Magen-Darm-Traktes. Ein drastisches Reduzieren gesunder Kohlenhydrate könnte hingegen die nützlichen Darmbakterien schwächen und zu einer Störung des Darmmilieus führen, was den Verlauf der Erkrankung ungünstig beeinflussen kann.

Was passiert, wenn man Giardien nicht behandelt?

Besonders wichtig bei einer Giardien-Infektion sind eine konsequente Behandlung und die nachhaltige Stärkung des Darmsystems. Ansonsten kann es auf Dauer zu Nährstoffmangel, Entzündungen, Energieverlust, Gasbildung oder einer geschwächte Fett- und Proteinverwertung kommen. Dies kann vor allem für Welpen, Hunde-Senioren und Tiere mit geschwächtem Immunsystem eine ernste Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Nicht zu vergessen: Da Giardien beim Hund ansteckend sind, schützt Du durch eine Behandlung auch Dich und Deine Liebsten.

Wie kann ich meinen Hund vor Giardien schützen?

Um Deinen Liebling bestmöglich vor einer Giardien-Infektion zu schützen, ist es entscheidend, auf ausreichend Sauberkeit und Hygiene zu achten.

Hier sind ein paar Tipps, die Du im Alltag umsetzen kannst:

  • Reinige die Futter- und Trinknäpfe Deines Lieblings täglich.
  • Halte die Umgebung Deines Hundes sauber, insbesondere von Kot.
  • Wasch Dir regelmäßig die Hände, vor allem nach dem Kontakt mit Deinem Hund und seinen Ausscheidungen.
  • Geh bei Verdacht auf eine Giardien-Infektion baldmöglichst zum Tierarzt bzw. zur Tierärztin.

Tipp: Du bist Dir unsicher, welches Futter für Deinen Hund das Richtige ist? Unser Futterberater hilft Dir bei der Auswahl, welche Futtersorten zu den individuellen Bedürfnissen Deines Lieblings passen.

Kleiner, weiß gelockter Hund liegt auf der Brust seines Herrchens.
Gemeinsam stark gegen Parasiten: Mit der richtigen Hygiene und einer darmunterstützenden Ernährung kannst Du Deinen Hund vor Giardien schützen.

Produktempfehlungen

Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung kann ein Hund mit Giardienbefall ernährungsphysiologisch unterstützt werden – zum Beispiel durch Ergänzungsfuttermittel, die ausgewählte Nährstoffe und Mikroorganismen enthalten, welche das Magen-Darm-Milieu unterstützen und zum Wiederaufbau der Darmflora beitragen können.

1.) DIGESTO SOS-PASTE ist ein Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsphysiologischen Unterstützung des Magen-Darm-Trakts. 

  • Probiotika und Präbiotika können das mikrobielle Gleichgewicht im Darm und die normale Verdauungsfunktion zu unterstützen.
  • Die enthaltenen Elektrolyte können den Flüssigkeitshaushalt unterstützen, besonders wenn der Magen-Darm-Trakt vorübergehend stärker beansprucht wird.
  • Geeignet als kurzfristige Begleitung in Phasen erhöhter Belastung des Magen-Darm-Trakts und zur Unterstützung einer gleichmäßigen Kotbeschaffenheit.

2.) GIA-KUR für Hunde Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung einer ausgewogenen Darmflora.

  • HUMI PUR enthält natürliche Huminsäuren, die dabei helfen können, unerwünschte Stoffe im Darm zu binden und auszuscheiden.
  • TRAUBENKERNÖL liefert mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die den Stoffwechsel und die normale Darmschleimhautfunktion unterstützen können.
  • WUMA EX enthält eine ausgewählte Kräutermischung, die traditionell zur Pflege eines ausgeglichenen Magen-Darm-Milieus eingesetzt wird.
  • CHRONIC DOG Tabletten enthalten Pro- und Präbiotika, die die physiologische Verdauung begleiten und das mikrobielle Gleichgewicht im Darm unterstützen können.

3.) DARM-KUR für Hunde kombiniert ausgewählte Ergänzungsfuttermittel, die den Darm nach besonderen Belastungen unterstützen können.

  • KRÄUTERHEFE liefert natürliche B-Vitamine (Biotin, Niacin und Riboflavin). Biotin, Niacin und Riboflavin tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • LACHS-HANF-ÖL enthält wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die den Stoffwechsel und die natürliche Zellfunktion unterstützen können.
  • DARM DYN enthält Huminsäuren, Fenchel und Yucca schidigera, die die natürliche Darmfunktion unterstützen können, z. B. durch die Bindung und Ausscheidung unerwünschter Stoffe sowie die Förderung einer ausgeglichenen Verdauung.

Wir stehen Dir zur Seite für die Gesundheit Deines Hundes.
Wenn Dein Hund gesundheitliche Probleme hat, möchtest Du alles dafür tun, damit er sich bald wieder besser fühlt. Das Team von DGT MEDICAL berät Dich gerne zu Futter- und Ergänzungsfuttermitteln und steht Dir auch für eine Zweitmeinung oder ein Gespräch mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin zur Verfügung.

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Häufige Fragen zu Giardien beim Hund (FAQ)

Weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Dadurch kann ihr Körper die Parasiten nicht so effektiv abwehren wie bei erwachsenen Hunden. Außerdem kommen Welpen oft mit neuen Umgebungen, Futter oder anderen Hunden in Kontakt. All das kann zusätzlichen Stress verursachen und das Darmmilieu aus dem Gleichgewicht bringen, was eine Infektion mit Giardien begünstigt.

Nicht immer. Manche Hunde haben Giardien, ohne dass man ihnen etwas anmerkt. Ob behandelt werden muss, hängt vom Einzelfall ab – etwa davon, ob Dein Hund Symptome hat oder engen Kontakt zu gefährdeten Personen oder anderen Tieren. Lass Dich dazu immer tierärztlich beraten.

Ja, Giardien sind auf Menschen und andere Tiere übertragbar. Besonders Kleinkinder, immungeschwächte Personen und andere Haustiere können sich anstecken. Achte deshalb auf eine gründliche Hygiene: Kot sofort entsorgen, Näpfe und Decken regelmäßig reinigen und Hände waschen. So schützt Du Deine Familie und Deine Tiere.

Nur bedingt: Während einer akuten Giardien-Infektion sollte Dein Hund keine Hundeschule, Hundepension oder Gemeinschaftsplätze besuchen. Die Ansteckungsgefahr ist hoch und andere Hunde könnten sich leicht infizieren. Spaziergänge sind möglich, solange Du stark frequentierte Orte meidest und Kot sofort entsorgst.

In Hundegruppen, Tierheimen oder Hundepensionen ist das Ansteckungsrisiko für Giardien erhöht, da viele Hunde engen Kontakt miteinander haben. Wird dabei nicht ausreichend auf Hygiene geachtet, können sich Giardien schnell verbreiten, besonders dann, wenn infizierte Hunde noch keine Diagnose haben.

Giardien-Zysten können ich feuchter Umgebung mehrere Wochen überleben und bleiben so lange ansteckend. Besonders auf glatten Oberflächen oder in feuchtem Milieu (z. B. Näpfe, Böden, Textilien) sind die hartnäckig. Regelmäßiges Reinigen und geeignete Desinfektionsmittel sind deshalb wichtig.

Nach der Behandlung raten Tierärztinnen und Tierärzte meist zu einer ersten Kotkontrolle nach 5 bis 7 Tagen. Da Giardien nicht ständig ausgeschieden werden, sollte eine Sammelkotprobe idealerweise über drei Tage untersucht werden. Ein Hund gilt als „giardienfrei“, wenn zwei aufeinanderfolgende Kotuntersuchungen negativ sind. Je nach Verlauf kann die Tierarztpraxis auch weitere Nachkontrollen empfehlen.

In diesem Fall lohnt es sich, über die medikamentöse Behandlung hinaus auch das Darmmilieu langfristig zu stärken. Wiederholte Infektionen können ein Zeichen dafür sein, dass der Darm Deines Hundes aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dort finden Giardien ideale Bedingungen, um sich zu vermehren.

Quellen:

1 Thieme Connect, „Giardien – ein Blick über den Tellerrand“ (2024): https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2371-9610

2 Enke Verlag – Giardiose (2021): https://www.thieme.de/de/giardiose-50372.htm

3 Thieme Connect, „Giardien – ein Blick über den Tellerrand“ (2024): https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2371-9610

4 Dr. Marion Ettl „Kohlenhydratarme Fütterung bei Giardien? Sinnvoll oder nicht? (2025): https://dr.ettl.vet/kohlenhydratarme-futterung-bei-giardien-sinnvoll-oder-nicht/

5 Vetmeduni Wien „Häufig gestellte Fragen rund um Giardien“ (2024): https://www.vetmeduni.ac.at/parasitologie/diagnostik/nuetzliche-informationen-fuer-tierbesitzer/haeufig-gestellte-fragen-rund-um-die-giardien

Barbara Kohn und Günter Schwarz (2017). Praktikum der Hundeklinik, 12. Auflage, Enke Verlag

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Kommentare

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Fritz KÜNZLER
    16. März 2024 14:03

    Mein Hund (Labrador/Golden Mischling)
    Hat ein Problem beim Wasserlösen
    Draussen probiert sie dauernd aber es kommen nur ein par Tropfen,sobald sie wieder drinnen ist macht sie auf ihre Decke od in ihren Korb

    Antworten
    • Helen Backhaus
      11. November 2024 19:59

      Hallo Herr Künzler, die genaue Ursache hier müsste natürlich tierärztlich überprüft werden, es klingt allerdings so, als könnte Ihre Hündin möglicherweise an einer Harnwegsinfektion oder einer Blasenentzündung leiden, was bei Hunden häufiger vorkommt und ähnliche Symptome wie häufiges Harnen mit nur kleinen Mengen verursacht. Ein weiteres Anzeichen könnte sein, dass sie im Liegen Urin verliert, weil sie den Harndrang möglicherweise nicht mehr richtig kontrollieren kann. Allerdings könnte ihr Verhalten auch stressbedingt sein.

      Ich empfehle Ihnen, zeitnah einen Tierarzt aufzusuchen, um die genaue Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung zu beginnen. Unsere Tierärzte auf http://www.dasgesundetier-medical.com stehen Ihnen auch gerne zur Verfügung.

      Liebe Grüße,
      Helen Backhaus von Das Gesunde Tier

      Antworten

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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leitet er die Tierarztpraxis Thomas Backhaus in Thalfang und das Coaching-Zentrum für ganzheitliche Tiermedizin. Er ist mehrfacher Buchautor und internationaler Referent.

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