Entscheidend sind immer die bisherige Fütterungsgeschichte, die tatsächliche Zusammensetzung und der konkrete Diätplan.
Schritt 3: Die Ausschlussdiät konsequent durchführen
Sobald die Testphase beginnt, bekommt Dein Hund ausschließlich die festgelegte Diät und Wasser.
Als Belohnung kannst Du einen Teil der Tagesration verwenden. Informiere auch alle anderen Personen, die Deinen Hund füttern könnten – zum Beispiel Familie, Hundesitter oder Hundeschule.
Während einer Ausschlussdiät können bereits kleine Extras das Ergebnis verfälschen. Dazu gehören unter anderem Leckerlis, Kauartikel, Tischreste, Futter anderer Tiere, Zahnpflegeprodukte, Pasten, Öle und Nahrungsergänzungen.
Auch manche Medikamente enthalten Aromen oder Bestandteile tierischen Ursprungs. Setze Medikamente deshalb niemals eigenständig ab, sondern kläre mit Deiner Tierarztpraxis, wie sie während der Diät berücksichtigt werden.
Schritt 4: Wie lange dauert eine Ausschlussdiät?
Bei Verdauungsbeschwerden kann sich eine Veränderung bereits innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen zeigen.
Bei Hautproblemen braucht es meist mehr Geduld. Hier wird die Diät in der Regel etwa acht Wochen konsequent durchgeführt. Wenn sich die Beschwerden zwar bessern, aber noch nicht vollständig stabil sind, kann die Tierarztpraxis je nach Verlauf eine Verlängerung auf bis zu zwölf Wochen empfehlen. 9
Ein einzelner schlechter Tag bedeutet dabei nicht automatisch, dass die Diät nicht funktioniert.
Verschlechtert sich der Zustand Deines Hundes deutlich oder treten starkes Erbrechen, schwerer Durchfall, Blutverlust, Austrocknung, Futterverweigerung oder Gewichtsverlust auf, solltest Du die Situation tierärztlich abklären lassen.
Wenn die Ausschlussdiät scheinbar nicht funktioniert
Bleibt die Besserung aus, bedeutet das nicht automatisch, dass Futter als Ursache ausgeschlossen ist.
Zuerst sollte geprüft werden:
- Wurde die Diät wirklich konsequent eingehalten?
- Gab es Snacks oder Kauartikel zwischendurch?
- Hat Dein Hund unterwegs etwas aufgenommen?
- Enthalten Medikamente oder Nahrungsergänzungen zusätzliche Bestandteile?
- Wurde möglicherweise eine Proteinquelle übersehen, die er früher bereits bekommen hat?
Außerdem können andere Erkrankungen parallel bestehen. Bei Hautproblemen können beispielsweise zusätzliche bakterielle Infektionen oder Hefepilze den Juckreiz aufrechterhalten. Bei Verdauungsbeschwerden kommen unter anderem Parasiten oder chronische Darmerkrankungen infrage.
Die Diät sollte deshalb nicht einfach immer weiter verlängert werden. Bleibt eine deutliche Besserung aus, sollte gemeinsam mit der Tierarztpraxis überprüft werden, ob Diätwahl, Durchführung und bisherige Diagnose noch passen.
Körpergewicht und Nährstoffversorgung im Blick behalten
Auch während einer Ausschlussdiät muss Dein Hund ausreichend Energie und alle notwendigen Nährstoffe erhalten.10
Kontrolliere deshalb regelmäßig das Körpergewicht. Deutlicher Gewichtsverlust, Muskelabbau oder dauerhaft starker Hunger gehören nicht zu einer gut durchgeführten Eliminationsdiät.