Ratgeber Hundeernährung

Hund abnehmen: So hilfst Du Deinem übergewichtigen Hund gesund beim Abnehmen — ohne Hunger

Tierärztin bespricht mit Hundehalter das Gewicht seines Hundes, der auf der Waage in der Tierarztpraxis sitzt

Dein Tierarzt hat festgestellt, dass Dein Hund übergewichtig ist, oder Du merkst es selbst? Die Rippen sind kaum noch zu ertasten, die Taille ist verschwunden? Dann fragst Du Dich sicher, wie Dein Hund gesund und ohne Hunger abnehmen kann, ohne dass er sich dabei quält oder wichtige Nährstoffe fehlen.
In diesem Ratgeber erfährst Du, wie Übergewicht beim Hund entsteht, welche gesundheitlichen Folgen es haben kann, wie Du es objektiv erkennst, wie Du richtig fütterst und welche Alltagsregeln Deinem Hund wirklich beim Abnehmen helfen.

Das Wichtigste zu Übergewicht beim Hund im Überblick

  • Übergewicht beim Hund entsteht meist durch ein Missverhältnis zwischen Energieaufnahme und -verbrauch.
  • Zu große Portionen, viele Leckerlis oder Bewegungsmangel sind häufige Ursachen. Ebenso können hormonelle Störungen oder Darmprobleme eine Rolle spielen.
  • Dauerhaftes Übergewicht beeinträchtigt die Lebensqualität und erhöht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen.
  • Eine Gewichtsreduktion sollte immer schonend, aber strukturiert erfolgen, mit nährstoffreichem, energiereduziertem Futter und begleitender Bewegung.
  • Eine normale Darmfunktion, regelmäßige Gewichtskontrollen und das Mitwirken der ganzen Familie sind entscheidend für den Erfolg.

So gehst Du bei Übergewicht beim Hund vor

  • Gewicht erfassen: Nutze den Body Condition Score oder wiege regelmäßig. Idealerweise alle 2–4 Wochen.
  • Fütterung anpassen: Wähle ein energiereduziertes, proteinreiches Futter mit sättigenden Ballaststoffen wie Zellulose.
  • Bewegung sanft steigern: Plane tägliche, gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen oder ruhige Spaziergänge.
  • Feste Fütterungszeiten einführen: Einmal täglich morgens füttern kann die Verdauung und den Stoffwechsel stabilisieren.
  • Leckerli kontrollieren: Belohnungen gezielt einsetzen, mit der Tagesration verrechnen und dokumentieren.
  • Teamwork vereinbaren: Alle Bezugspersonen einbinden – für einen konsequenten und erfolgreichen Gewichtsplan.

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Übergewicht kann auch Folge einer Erkrankung sein, etwa einer Schilddrüsenüberfunktion oder des Cushing Syndroms — lässt sich die Gewichtszunahme trotz angepasster Fütterung nicht in den Griff bekommen, sprich mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt darüber.

Wie entsteht Übergewicht beim Hund?

Kurz gesagt: indem der Hund mehr Energie über die Nahrung aufnimmt, als er verbraucht. Der Hund benötigt zur Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen eine bestimmte Energiemenge. Steht dem Körper mehr Energie als nötig zur Verfügung, lagert er diese in Form von Fettdepots an. Ist das Nahrungsangebot ständig zu hoch, werden diese Fettreserven nicht abgebaut, sondern bleiben dauerhaft erhalten. In der Tiermedizin wird ausgeprägtes Übergewicht auch als Adipositas bezeichnet.

Wichtig: Übergewicht beim Hund ist nicht immer fütterungsbedingt – auch bestimmte Krankheiten oder die Gabe von Medikamenten (zum Beispiel Kortison) können zu Übergewicht führen. Sollte Dein Hund unter unerklärlichem Übergewicht leiden, gehe unbedingt zum Tierarzt, um die Ursachen abzuklären.

Welche Ursachen kann Übergewicht bei Hunden haben?

Es gibt viele Gründe, warum Hunde etwas zu schwer oder sogar fettleibig sind. In den meisten Fällen entsteht Übergewicht beim Hund durch Fehler bei der Fütterung, zum Beispiel durch:

  • zu häufiges Füttern, ohne die Tagesmenge an den Nährstoffbedarf des Hundes anzupassen.
  • die Fütterung von zu großen Portionen bei den einzelnen Mahlzeiten.
  • die Fütterung von zu vielen Kalorien bei zu wenig Bewegung.
  • das Füttern von zu vielen „Leckereien“ nebenbei (zum Beispiel Leckerlis zur Belohnung).

Wichtig: Ältere Hunde, kastrierte Hunde oder Hunde, die sich wenig bewegen (zum Beispiel wegen einer Erkrankung des Bewegungsapparates), verbrauchen in der Regel weniger Energie. Dies solltest Du beim Errechnen der Futterration berücksichtigen.

Übergewicht in der Wachstumsphase ist ein eigenes Thema bei Junghunden: bei Welpen und Junghunden kann zu hohes Gewicht die noch offenen Wachstumsfugen und Gelenke zusätzlich belasten. Sprich bei einem zu schnell zunehmenden Junghund lieber frühzeitig mit Deiner Tierarztpraxis über die richtige Fütterungsmenge, statt einfach abzuwarten.

Übersicht der häufigsten Ursachen für Übergewicht beim Hund: große Portionen, Leckerlis, Bewegungsmangel, geringerer Energiebedarf, Erkrankungen, Darm-Mikrobiom
Meist kommen mehrere Faktoren zusammen — von zu großen Portionen über Bewegungsmangel bis hin zu einem aus dem Gleichgewicht geratenen Darm-Mikrobiom.

Probleme im Darmsystem können entscheidend zu Übergewicht beitragen.

Wenn der Darm Deines Hundes durch ungeeignetes Futter zu wenig trainiert wird oder gar erkrankt, kann er die Nährstoffe im Futter schlechter verwerten. Der Körper versucht dann, aus dem verminderten Angebot Reserven in Form von Fettdepots anzulegen. Im Gegensatz dazu kann ein gesunder Darm mit kräftiger Darmwandmuskulatur das Futter optimal verwerten.

Nicht ein „schwacher“, sondern ein aus dem Gleichgewicht geratener Darm (Dysbiose des Mikrobioms) kann zu Übergewicht beitragen. Studien an Hunden fanden bei übergewichtigen Tieren eine geringere Vielfalt der Darmbakterien und einen Rückgang bestimmter Bakteriengruppen (u. a. Bacteroides, Prevotella, Megamonas), die kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) produzieren1. Diese SCFAs sind an der Regulation des Fettstoffwechsels sowie an Hormonen wie Leptin und Adiponectin beteiligt, die Sättigung und Energiehaushalt mitsteuern. Gerät das Mikrobiom aus der Balance, kann das diese Regulation stören und die Entwicklung von Übergewicht begünstigen – unabhängig von einer reinen Nährstoff-Unterversorgung.

Wenn Du das Futter nach dem tatsächlichen Nährstoffbedarf Deines Hundes auswählst, legst Du die Grundlage für einen normalgewichtigen, gesunden und aktiven Vierbeiner.

Welche Folgen kann Übergewicht beim Hund haben?

Dauerhaftes Übergewicht ist weder für Mensch noch Hund gesund. Die gesundheitlichen Folgen sind deshalb vergleichbar mit denen bei uns Zweibeinern:

  • Verkürzung der Lebenserwartung um bis zu 16 % (rund 1,8 Jahre)2
  • Erkrankungen von Herz und Gefäßen (zum Beispiel steigende Herzfrequenz)
  • Probleme des Skelett- und Muskelsystems (u.a. Gelenkschäden, Muskelverspannungen)
  • Störung des Kohlenhydratstoffwechsels mit Entwicklung von Diabetes mellitus Typ II
  • Eingeschränkte Funktion des Immunsystems
  • Erhöhtes Krebsrisiko (zum Beispiel Gesäuge-Tumor bei der Hündin)
  • Steigendes Narkoserisiko bei Operationen (Medikamente müssen höher dosiert werden, somit steigt die Belastung der Leber bei der Ausscheidung dieser Arzneimittel)
  • Verfettung der inneren Organe, in der Folge ist die Funktion der Organe eingeschränkt

Wann wird es dringend? Warnzeichen im Überblick

Beobachten, wenn:

  • Dein Hund leicht übergewichtig ist, sich aber weiterhin normal bewegt, frisst und keine Begleitsymptome zeigt.

Zeitnah tierärztlich abklären, wenn:

  • Dein Hund trotz angepasster, reduzierter Futtermenge nicht abnimmt.
  • Das Übergewicht trotz augenscheinlich normaler Futtermenge entsteht oder zunimmt.
  • Dein Hund zunehmend bewegungsunlustig, schnell außer Atem oder auffällig müde wirkt.

Sofortige Abklärung, wenn:

  • Eine sehr plötzliche, starke Gewichtszunahme auftritt.
  • Atemnot oder deutlich reduzierte Belastbarkeit hinzukommen.
  • Weitere Symptome wie vermehrtes Trinken/Urinieren, Fellveränderungen oder Lethargie auf eine mögliche hormonelle Ursache hindeuten (z. B. Schilddrüsenunterfunktion, Cushing-Syndrom).

Ein wirklich harter, gespannter Bauch fühlt sich anders an als weiches Fettgewebe und kann auf etwas anderes als reines Übergewicht hindeuten (z. B. Flüssigkeitsansammlung oder eine Magendrehung) — das sollte immer zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, unabhängig vom Körpergewicht.

Ist mein Hund wirklich zu schwer?

Es gibt mehere Möglichkeiten herauszufinden, ob Dein Hund wirklich zu schwer ist.

Wie erkenne ich, ob mein Hund Übergewicht hat?

Das Körpergewicht allein ist nicht ausschlaggebend, um von Übergewicht bei Deinem Hund zu sprechen. Falls Du einen Rassehund hältst, findest Du in den Rassestandards einen Anhaltspunkt für das ideale Gewicht Deines Vierbeiners. Je nach Körpergröße Deines Hundes kann das optimale Gewicht variieren. Eine Orientierung zu rassetypischen Gewichtsbereichen bietet unser eigenes Rasselexikon — dort findest Du zu jeder Rasse konkrete Gewichtsangaben getrennt nach Rüde und Hündin.

Der „Body Condition Score“ ist eine gute Orientierungshilfe.

Mithilfe des sogenannten Body Condition Score (quasi der „BMI für Hunde“) kannst Du das Ausmaß des Übergewichts objektiv bewerten. Betrachte Deinen Hund dabei von der Seite und von oben und beurteile seinen Bauchumfang, die Taille und den Verlauf der Bauchlinie. Außerdem kannst Du mit flach aufgelegter Hand über den Rippen, auf der Wirbelsäule und an den Beckenknochen ertasten, wie stark die Unterhautfettschicht ist.

Ein Beispiel: Bei einem Hund mit leichter Fettleibigkeit sind die Rippen schwer zu ertasten, weil sich darüber eine dicke Fettschicht befindet. Darüber hinaus lassen sich Fettablagerungen im Lendenbereich und am Schwanzansatz ertasten. Die Taille des Hundes ist nicht vorhanden oder kaum sichtbar.

Body Condition Score beim Hund: Vergleich von Normalgewicht, Übergewicht und starkem Übergewicht anhand von Rippen, Taille und Bauchlinie
Anhand von Rippen, Taille und Bauchlinie lässt sich der Body Condition Score gut einschätzen — so siehst Du auf einen Blick, ob Dein Hund Normalgewicht, Übergewicht oder starkes Übergewicht hat.

Wie sollte ein übergewichtiger Hund gefüttert werden?

Ist das Übergewicht Deines Hundes auf eine übermäßige Energiezufuhr zurückzuführen, gilt als Erstes, diese zu reduzieren. Du kannst die Futtermenge Deines Hundes halbieren — wir raten Dir aber aus verschiedenen Gründen davon ab. Warum? Eine Reduzierung der Futtermenge führt oft dazu, dass Dein Hund nicht satt wird. Als Folge davon beginnt er zu betteln, wird unruhig oder frisst alles Mögliche, das ihm zwischen die Zähne kommt.

Wenn Du die Futtermenge Deines Hundes reduzierst, verringerst Du auch die Menge an lebensnotwendigen Nährstoffen, die er mit der Nahrung aufnimmt. Das kann über kurz oder lang zu unerwünschten Mangelerscheinungen führen. Ein dauerhafter Eiweißmangel hat außerdem zur Folge, dass Dein Hund nicht verstärkt Fettdepots, sondern Muskulatur abbaut.

Wähle ein Futter, das den Stoffwechsel Deines Hundes unterstützt.

Wenn Dein Hund ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt, ist es nicht immer sinnvoll, die Futtermenge radikal zu reduzieren. Das kann langfristig zu Nährstoffmängeln führen und den Stoffwechsel sogar verlangsamen. Besser ist es, auf eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung mit hochwertigen Inhaltsstoffen zu setzen.

Ein solches Futter kann Deinen Hund dabei unterstützen, aktiver zu werden — was wiederum den Energieumsatz begünstigt. Bereits vorhandene Fettdepots können auf natürliche Weise mobilisiert und für Bewegung genutzt werden. Gleichzeitig wird es dem Körper schwerer gemacht, neue Fettreserven einzulagern. Futtersorten wie IN FORM oder GLUCO sind auf diese Bedürfnisse abgestimmt.

Die gezielte Ergänzung mit Faserstoffen wie Akazienfaser Pulver oder Futterzellulose kann das Sättigungsgefühl, fördern ohne dass Dein Hund hungern muss. Zellulose bleibt länger im Magen und unterstützt eine gleichmäßigere Verdauung. Wenn Du etwa 10 % der täglichen Futtermenge durch Futterzellulose ersetzt, kann das den Kaloriengehalt der Gesamtration senken — ohne dass Dein Hund hungern muss.

Häufig wird auch fettarmer Hüttenkäse als sättigende, kalorienarme Beilage empfohlen. Aus tierärztlicher Sicht ist das aber nicht die beste Wahl: Hüttenkäse ist ein Milchprodukt, das viele Hunde nur eingeschränkt vertragen und verwerten können. Faserstoffe bleiben daher die verlässlichere Option, um Deinen Hund satt zu machen, ohne Verdauungsprobleme zu riskieren.

7 goldene Regeln, damit Dein Hund gesund abnimmt

Um zu vermeiden, dass es zu Übergewicht bei Deinem Hund kommt oder um ihm beim Abnehmen zu helfen, solltest Du Dein Fütterungsverhalten regelmäßig und durchaus selbstkritisch überprüfen. Die folgenden sieben Regeln helfen Dir dabei, das Gewicht Deines Hundes im Griff zu behalten.

  1. Gib Deinem Hund nur die vom Hersteller empfohlene Futtermenge. Um Übergewicht zu vermeiden, solltest Du Deinem Hund nur so viel Energie zuführen, wie er auch tatsächlich verbraucht. Bezüglich der richtigen Futtermenge solltest Du Dich an den Empfehlungen auf den Futterprodukten orientieren. Wenn Du unsicher bist, fütter lieber etwas weniger als zu viel. Zur Kontrolle kannst Du die Tagesportion vorher abwiegen.
  2. Lasse Deinen Hund nur zu bestimmten Uhrzeiten fressen. Füttere ihn ein- bis maximal zweimal täglich, am besten morgens beziehungsweise vormittags. Die letzte Mahlzeit sollte vor 18 Uhr erfolgen, damit sich der Verdauungstrakt über Nacht erholen kann. Feste Fütterungszeiten helfen Dir außerdem, die Tagesration im Blick zu behalten und Betteln zwischendurch leichter zu widerstehen.
  3. Setze auf naturbelassenes und darmfreundliches Hundefutter. Ein intaktes Verdauungssystem ist entscheidend für die optimale Nährstoffverwertung. Deshalb empfehlen wir ein Futter, das die Darmtätigkeit auf natürliche Weise unterstützt – wie z. B. unser kaltgepresstes Hundefutter von „Das Gesunde Tier“. Ergänzend empfehlen sich regelmäßige Darmkuren, die den Verdauungstrakt mit gezielten Nähr- und Ballaststoffen unterstützen. Für Hunde mit Übergewicht kann unser GLUCO Spezialfutter eine geeignete Wahl sein, da es als diätetisches Alleinfuttermittel konzipiert wurde und somit zur Unterstützung des Gewichtsmanagements beitragen kann.
  4. Gib Deinem Hund nur in Maßen Leckerlis. Am besten „belohnst“ Du ihn nur mit fettarmen Kauartikeln. Rechne den Anteil der Leckerlis auf die tägliche Futterration an. Trick: Immer wenn Du Deinem Hund ein Leckerli gibst, lege die gleiche Menge in eine Schüssel – am Abend siehst Du dann genau, wie viele Leckerlis Dein Hund tatsächlich bekommen hat.
  5. Sei mit Deinem Hund ausreichend lang aktiv. Neben den täglichen Gassi-Runden können (Unterwasser-)Laufbänder oder Schwimmen eine gelenkschonende Bewegungsalternative sein. Erhöhe die körperliche Aktivität Deines Hundes nur langsam und überfordere ihn nicht – wird ein übergewichtiger Hund zu stark belastet, kann das Herz-Kreislauf-Probleme bis hin zum Herzinfarkt zur Folge haben.
  6. Wiege Deinen Hund regelmäßig. Regelmäßiges Wiegen hilft nicht nur, Übergewicht zu vermeiden, es dient Dir auch als Erfolgskontrolle, wenn Dein Hund abnehmen soll. Notiere alle zwei bis vier Wochen das Gewicht Deines Hundes. Als Faustregel gilt: Ein übergewichtiger Hund sollte pro Woche etwa 1–2 Prozent seines aktuellen Körpergewichts abnehmen.
  7. Bestehe auf Teamwork bei der Fütterung. Beziehe alle Familienmitglieder und alle anderen Personen, die mit Deinem Hund zu tun haben, konsequent in Deine Fütterungsstrategie mit ein. Nur wenn Dein Vierbeiner keine Chance hat, mit seinem charmanten „Hundeblick“ zusätzliches Futter oder Leckerlis zu erbetteln, beugst Du Übergewicht erfolgreich vor.

Stoffwechsel unterstützen: der ganzheitliche Blick aufs Gewicht

Ein aktiver Stoffwechsel ist die Basis für Energie, Bewegung und Wohlbefinden und hängt eng mit Bewegung, Muskelaufbau und einer ausgewogenen Ernährung zusammen. Wird ein Hund über längere Zeit zu wenig bewegt oder zu einseitig ernährt, kann sich der Grundumsatz verlangsamen, was das Abnehmen zusätzlich erschwert. Aus ganzheitlicher Sicht spielt dabei auch Stress eine Rolle: Dauerhafter Stress kann sich auf Aktivität und Fressverhalten auswirken und den Stoffwechsel zusätzlich belasten.

METABOL PLEX liefert eine Kombination aus Kollagen, Seealgen, Bockshornklee, Reiskeimen und einem Vitamin-B-Komplex. Zutaten, die natürlicherweise Biotin, Jod und weitere Mikronährstoffe liefern und laut Hersteller zur Aufrechterhaltung der normalen Stoffwechselfunktion beitragen können. Eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Fütterung, wenn Du den Energiestoffwechsel Deines Hundes zusätzlich unterstützen möchtest.

Wann solltest Du tierärztlich abklären lassen?

Nimmt Dein Hund trotz konsequent reduzierter, angepasster Fütterung und regelmäßiger Bewegung über mehrere Wochen nicht ab, ist das ein guter Anlass für eine tierärztliche Abklärung. Dahinter können neben reinen Fütterungsfaktoren auch hormonelle Ursachen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder das Cushing Syndrom stecken.

Auch wenn Dein Hund augenscheinlich nicht mehr isst als früher, aber trotzdem zunimmt, lohnt sich der Gang zum Tierarzt, um Erkrankungen oder Medikamentennebenwirkungen (z. B. durch Kortison) als Ursache auszuschließen. Eine tierärztliche Untersuchung kann außerdem einen individuellen, sicheren Abnehmplan mit realistischem Zeitrahmen erstellen, falls die allgemeinen Regeln aus diesem Ratgeber bei Deinem Hund nicht ausreichen.

Produktempfehlungen

  • IN FORM energiereduziertes Futter für Hunde mit Gewichtsmanagement-Bedarf:
    Kann dazu beitragen, die Energiezufuhr zu reduzieren, ohne auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu verzichten. Eignet sich vor allem für Hunde ohne sensibles Verdauungssystem oder bekannte Vorerkrankungen.
  • GLUCO diätetisches Alleinfuttermittel für Hunde mit sensibler Verdauung:
    Konzipiert zur Unterstützung des Gewichtsmanagements bei übergewichtigen Hunden. Eignet sich besonders für Hunde mit sensibler Verdauung, bei denen IN FORM weniger geeignet sein kann.
  • Akazienfaser Pulver ballaststoffreiches Ergänzungsfuttermittel:
    Kann das Sättigungsgefühl fördern und eine gleichmäßigere Verdauung unterstützen.
  • Futterzellulose Faserstoff zur gezielten Ergänzung der Tagesration:
    Kann den Kaloriengehalt der Gesamtration senken, ohne die Futtermenge spürbar zu reduzieren.
  • METABOL PLEX Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung der Stoffwechselfunktion:
    Mit Kollagen, Seealgen, Bockshornklee, Reiskeimen und Vitamin-B-Komplex. Sinnvolle Ergänzung, wenn der Energiestoffwechsel Deines Hundes zusätzlich unterstützt werden soll.
  • Darmkuren Kur zur gezielten Unterstützung des Verdauungstrakts:
    Mit Nähr- und Ballaststoffen, ergänzend zur täglichen Fütterung.

Fazit

Gewicht regelmäßig kontrollieren, Fütterung anpassen statt drastisch reduzieren, im Zweifel tierärztlich abklären lassen.

Übergewicht beim Hund entsteht meist schleichend durch mehr Energie in der Nahrung, als der Hund verbraucht, lässt sich mit einer kalorienreduzierten, aber nährstoffreichen Ernährung und mehr Bewegung in der Regel gut in den Griff bekommen. Wichtig ist, die Futtermenge nicht einfach zu halbieren, sondern gezielt umzustellen, damit Dein Hund nicht hungern muss und keine Nährstoffe fehlen. Nimmt Dein Hund trotz konsequenter Umstellung nicht ab, sollte immer eine tierärztliche Ursache ausgeschlossen werden.

Häufige Fragen zum Abnehmen beim Hund

Als Faustregel gilt: ein übergewichtiger Hund sollte pro Woche etwa 1–2 Prozent seines aktuellen Körpergewichts abnehmen. Schnellere Gewichtsverluste können den Stoffwechsel belasten und zu Nährstoffmängeln führen — regelmäßiges Wiegen alle 2–4 Wochen hilft Dir, den Verlauf im Blick zu behalten.

Wenn Dein Hund trotz reduzierter, angepasster Fütterung und mehr Bewegung über mehrere Wochen nicht abnimmt, sollte das tierärztlich abgeklärt werden — mögliche Ursachen sind unter anderem eine Schilddrüsenunterfunktion, das Cushing-Syndrom oder eine noch nicht optimal angepasste Futtermenge. Mehr dazu im Abschnitt „Wann solltest Du tierärztlich abklären lassen?“ weiter oben.

Sinnvoll ist eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung mit hochwertigen, sättigenden Inhaltsstoffen statt einer radikalen Reduzierung der Futtermenge. Futtersorten wie IN FORM oder GLUCO sind speziell auf diesen Bedarf abgestimmt; Faserstoffe wie Akazienfaser Pulver oder Futterzellulose können zusätzlich das Sättigungsgefühl fördern.

Am besten alle zwei bis vier Wochen. Regelmäßiges Wiegen dient als Erfolgskontrolle und hilft Dir, die Futtermenge bei Bedarf rechtzeitig anzupassen.

Ja, das ist möglich — Übergewicht ist nicht immer rein fütterungsbedingt. Auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente (zum Beispiel Kortison) können dazu führen, dass ein Hund zunimmt, obwohl die Futtermenge unauffällig erscheint. In diesem Fall ist eine tierärztliche Abklärung der Ursache sinnvoll.

Bewegung ist ein wichtiger Baustein, reicht bei den meisten übergewichtigen Hunden aber nicht allein aus. Am wirksamsten ist die Kombination aus angepasster, kalorienreduzierter Fütterung und langsam gesteigerter, gelenkschonender Bewegung.

Das hängt stark von Ausgangsgewicht und Hundegröße ab. Bei der Faustregel von 1–2 % Gewichtsverlust pro Woche würde ein 20-kg-Hund grob 2–5 Wochen für 1 kg benötigen, ein kleiner 8-kg-Hund entsprechend weniger Wochen bei absolut kleineren Schritten. Wichtiger als ein fixer Zeitrahmen ist ein gleichmäßiger, nicht zu schneller Verlauf — regelmäßiges Wiegen alle 2–4 Wochen zeigt Dir, ob Ihr im gesunden Tempo unterwegs seid.

Quellen

Yang, K.; Lin, X.; Jian, S. (2023). Changes in gut microbiota and short-chain fatty acids are involved in the process of canine obesity after neutering

Kealy, R.D.; Lawler, D.F.; Ballam, J.M. (2002). Effects of diet restriction on life span and age-related changes in dogs

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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leitet er die Tierarztpraxis Thomas Backhaus in Thalfang und das Coaching-Zentrum für ganzheitliche Tiermedizin. Er ist mehrfacher Buchautor und internationaler Referent.

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