Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei Durchfall. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deiner Katze ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich!
Woran erkenne ich, dass meine Katze Durchfall hat?
Von Durchfall spricht man, wenn der Kot Deiner Katze deutlich weicher als gewöhnlich ist – also breiig bis wässrig, statt gut geformt. Auch eine wechselnde Kotbeschaffenheit (mal normal, mal sehr weich) ist nicht normal und kann auf Durchfall oder eine gereizte Verdauung hinweisen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen akutem und chronischem Durchfall bei Katzen:
- Akuter Durchfall tritt plötzlich auf und dauert in der Regel weniger als 2-3 Wochen.
- Chronischer Durchfall besteht länger als 3 Wochen oder kehrt immer wieder.
Außerdem wird unterschieden, welcher Darmabschnitt stärker betroffen ist, also ob es sich vorwiegend um Dickdarm- und Dünndarmdurchfall handelt. Durch welche Symptome Du die beiden Formen unterscheiden kannst, erfährst Du in diesem Abschnitt.
Warum hat meine Katze Durchfall?
Durchfall ist keine eigene Erkrankung, sondern ein Symptom. Der Darm reagiert auf etwas, das ihn reizt, überfordert oder aus dem Gleichgewicht bringt. Oft ist die Ursache für Durchfall bei der Katze harmlos, manchmal sollte sie aber zeitnah in der Tierarztpraxis abgeklärt werden.
Häufige Auslöser für Durchfall bei der Katze
Diese Dinge können den Darm kurzfristig „durcheinanderbringen“:
- Abrupter Futterwechsel
- Ungewohntes Futter oder zu viele Leckerlis / „menschliche“ Snacks
- Verdorbenes (z. B. Mülleimer, Aas/Beute)
- Milch (viele Katzen vertragen sie nicht gut)
- Zu kaltes Futter
- Stress (z. B. durch Umzug, neue Tiere, Besuch, Reise, Routinewechsel)
- Medikamente (z. B. Antibiotika, je nach Präparat auch andere)
- Kontakt mit oder Aufnahme bestimmter Umweltgifte (z. B. Pflanzen, Reinigungsmittel, Medikamente)
Parasiten und Infektionen als Auslöser
Gerade bei Kitten, in Mehrkatzenhaushalten oder wenn Impfungen bzw. Entwurmungen nicht aktuell sind, können auch Infektionen (viral oder bakteriell) oder Darmparasiten wie Würmer und Giardien die Ursache für Durchfall sein. Sind mehrere Tiere betroffen oder hält der Durchfall länger an bzw. kommt immer wieder, solltest Du das tierärztlich abklären lassen. Zusätzlich ist eine gute Hygiene wichtig, weil manche Auslöser übertragbar sein können. Reinige die Katzentoilette häufiger und wasche Dir danach gründlich die Hände.
Warum hat meine Katze immer wieder Durchfall?
Hält der Durchfall Deiner Katze länger an oder kommt er immer wieder, steckt häufig mehr dahinter als ein kurzfristiger Auslöser. Möglich sind zum Beispiel:
- Futterunverträglichkeit/Überempfindlichkeit
- Entzündliche Veränderungen im Darm (z. B. chronisch-entzündliche Darmerkrankung/IBD)
- Dysbiose (länger gestörter Aufbau der Darmflora), meist als Folge anderer Erkrankungen
- Probleme in Organen, die die Verdauung beeinflussen (z. B. Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Schilddrüse)
- Bei älteren Katzen sollte man genauer prüfen lassen, ob Tumore oder andere Gewebewucherungen hinter chronischem Durchfall stecken können.
- Auch Stress kann den Darm dauerhaft belasten, vor allem, wenn der Durchfall in bestimmten Situationen immer wieder auftritt.
Durchfall aus Sicht der ganzheitlichen Tiermedizin
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Durchfall nicht nur als „Darmproblem“ gesehen, sondern als Hinweis darauf, dass der Körper insgesamt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Häufig wird Durchfall als Schutzreaktion verstanden: Der Körper versucht, etwas loszuwerden, das ihn gerade belastet. Viele der oben genannten Auslöser spielen auch aus ganzheitlicher Sicht eine Rolle bei Durchfall. Dabei geht es oft weniger um „den einen“ Grund, sondern darum, dass mehrere Faktoren wie Verdauung, Stoffwechsel, Abwehrkräfte und Stress zusammenspielen.
- Akuter Durchfall entsteht aus ganzheitlicher Sicht oft durch Auslöser, die die Verdauung plötzlich überfordern oder reizen. Diese Faktoren bringen nach TCM-Verständnis die „Milz“ aus dem Gleichgewicht: Gemeint ist damit vor allem die Verdauungskraft und die Fähigkeit, Nahrung gut zu „verarbeiten“ und weiter zu transportieren.
- Chronischer oder wiederkehrender Durchfall wird in der TCM eher als Zeichen einer länger bestehenden Schwäche der Verdauungsenergie verstanden. Der Verdauungstrakt ist dann dauerhaft sensibler und reagiert schneller mit weichem Kot, besonders wenn Stress, Fütterung oder andere Belastungen immer wieder zusammenkommen.
- Auch die Darmflora (Mikrobiom) steht in der ganzheitlichen Tiermedizin im Fokus: Gerät sie aus dem Gleichgewicht, kann die Verdauung sensibler reagieren.
Ganzheitlich gedacht lohnt es sich also, bei Durchfall nicht nur den Darm zu betrachten, sondern auch Futter, Stress und Medikamente im Blick zu haben und bei wiederkehrenden Beschwerden die Ursache tierärztlich abklären zu lassen.
Katze hat Durchfall: Auf welche Symptome sollte ich achten?
Durchfall kommt nicht immer allein. Je nach Ursache können weitere Symptome auftreten, darunter Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Gewichtsverlust sowie Blut oder Schleim im Kot. Wenn Deine Katze Durchfall hat und der Kot besonders stark stinkt, sie sehr häufig kleine oder ungewöhnlich große Kotmengen absetzt oder unsauber wird, deutet das ebenfalls darauf hin, dass mit der Verdauung etwas nicht stimmt.
In der Tiermedizin unterscheidet man außerdem, ob eher der Dünndarm oder der Dickdarm betroffen ist.
Typisch bei Dünndarmdurchfall
- Kot ist meist sehr flüssig/wässrig, die Menge ist oft deutlich größer als sonst
- Die Häufigkeit des Kotabsatzes ist normal bis leicht erhöht
- Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, allgemeines Unwohlsein kommen häufiger vor
- Fettstuhl kann vorkommen (Kot wirkt besonders hell, fettig-glänzend oder schmiert stark)
- Frisches rotes Blut, Schleim und starkes Pressen sind eher untypisch; in manchen Fällen kann aber sehr dunkler, teeriger Kot auftreten
Typisch bei Dickdarmdurchfall
- Kotabsatz ist oft sehr häufig, aber es kommen eher kleinere Mengen
- Die Konsistenz ist häufig breiig, „fladenartig“, manchmal wirkt der Kot zwischendurch fast normal
- Schleim im Kot und frisches rotes Blut können vorkommen
- Typisch ist außerdem ein starker Kotdrang mit Pressen (manchmal wirkt es, als müsste die Katze „ständig aufs Klo“)
- Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein sind insgesamt seltener als beim Dünndarmdurchfall
Was heißt das für Dich?
Wenn Deine Katze ansonsten fit wirkt, normal trinkt und der Durchfall kurzzeitig auftritt, reicht es oft, sie zunächst zu beobachten. Achte darauf, ob sich die Symptome innerhalb von 24 Stunden deutlich bessern. Es macht außerdem Sinn, Dir ein paar Punkte zu notieren, um der Tierarztpraxis bei der Einschätzung der Ursache helfen zu können:
- Seit wann besteht der Durchfall?
- Wie oft setzt Deine Katze Kot ab?
- Wie sieht der Kot aus?
- Zeigt Deine Katze Begleitsymptome wie Erbrechen, Appetitverlust oder wirkt sie ungewöhnlich schlapp?
- Auch Futterwechsel, neue Leckerli, Medikamente oder Stress (z. B. Umzug, Besuch) sind wichtige Hinweise
Wann muss ich mit meiner Katze bei Durchfall zum Tierarzt?
Bring Deine Katze zeitnah in eine Tierarztpraxis, wenn …
- der Durchfall länger als 24 Stunden anhält, besonders bei Kitten, alten oder chronisch kranken Katzen
- der Durchfall chronisch (länger anhaltend) ist oder immer wieder kommt
- Deine Katze nicht frisst, aber noch wach und ansprechbar ist
- Deine Katze Gewicht verliert
- milde bis mäßige Bauchschmerzen (z. B. Unruhe, empfindlicher Bauch) auftreten
- kein oder nur gelegentliches Erbrechen auftritt
- der Allgemeinzustand insgesamt stabil wirkt (evtl. mit leichtem Fieber)
Fahr mit Deiner Katze sofort in den tierärztlichen Notdienst, wenn Du eins dieser Warnzeichen beobachtest:
- Akuter, sehr starker Durchfall, der sich nicht „beruhigt“
- Blut im Kot (entweder frisch rot oder schwarz/teerig)
- Deine Katze hat Durchfall und starkes oder anhaltendes Erbrechen
- Apathie, starke Schwäche, Zusammenbrechen
- Hinweise auf Austrocknung (z. B. sehr trockene Schleimhäute, eingefallene Augen)
- Deutliche aufgeblähter Bauch
- Starke Bauchschmerzen (Abwehr, gekrümmte Haltung, deutliche Schmerzreaktion)
- Fieber oder Untertemperatur
- Verdacht auf Vergiftung oder Fremdkörperaufnahme
Wie wird die Ursache von Durchfall bei der Katze diagnostiziert?
Damit die Tierärztin oder der Tierarzt die Durchfallursache eingrenzen kann, besteht die Diagnose meist aus einer ausführlichen Befragung (Anamnese) und einer klinischen Untersuchung.
Bei der Anamnese geht es vor allem darum, die Dauer und den Verlauf des Durchfalls zu erfassen und den Kot möglichst genau einzuordnen (z. B. ist der Durchfall der Katze hellbraun, wässrig oder breiig, handelt es sich um schleimigen oder blutigen Durchfall).
Außerdem wird nach der Fütterung gefragt, nach Medikamenten, möglichen Giften oder einem Fremdkörperrisiko, nach Freigang, Impf- und Entwurmungsstatus, Kontakt zu anderen Tieren oder Reisen – und natürlich nach Begleitsymptomen wie Erbrechen, Appetitverlust oder Bauchschmerzen.
Bei der klinischen Untersuchung werden der Allgemeinzustand und die Vitalwerte (z. B. Temperatur, Herz-/Atemfrequenz) Deiner Katze beurteilt. Die Tierärztin oder der Tierarzt achtet auf Zeichen von Flüssigkeitsmangel, schaut in die Maulhöhle und tastet den Bauch ab. Zusätzlich werden das Gewicht und der Body-Condition-Score (BCS) erfasst, um den Ernährungs- und Allgemeinzustand besser einzuschätzen und zu erkennen, ob Deine Katze bereits Gewicht verliert oder körperlich abbaut.
Je nach Situation können zusätzlich Messungen wie Blutdruck oder eine Untersuchung des Augenhintergrunds sinnvoll sein. Eine rektale Untersuchung ist bei Katzen meist nur in Ausnahmefällen nötig und wird, wenn überhaupt, häufig unter Sedation durchgeführt.
Weiterführende Diagnoseverfahren
Je nachdem, wie stark die Beschwerden sind und ob der Durchfall Deiner Katze eher akut oder länger anhaltend ist, können zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein:
- Kotuntersuchung: vor allem zum Nachweis von Parasiten/Einzellern und ggf. Hinweisen auf Infektionen
- Blutuntersuchung: um Entzündungszeichen, den Flüssigkeits- und Salzhaushalt sowie die Funktion wichtiger Organe einzuschätzen
- Bildgebung (Ultraschall oder Röntgen): bei Verdacht auf Fremdkörper/Darmverschluss oder um den Darm und umliegende Strukturen genauer zu beurteilen
- Spezielle Blutwerte je nach Verdacht: z. B. Vitamin B12, Schilddrüse oder Werte zur Bauchspeicheldrüsenfunktion, besonders bei chronischem Durchfall
- Endoskopie mit Gewebeprobe (Biopsie): in ausgewählten Fällen, wenn der Durchfall anhält und die Ursache trotz anderer Untersuchungen unklar bleibt
Was kann ich tun, wenn meine Katze Durchfall hat?
Bei akutem Durchfall ohne schwere Begleitsymptome geht es zunächst darum, den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen und Deine Katze gut mit Flüssigkeit und Elektrolyten zu versorgen. Wirkt sie sonst fit, kannst Du sie für etwa 24 Stunden zuhause beobachten.
Bessern sich die Beschwerden nicht oder kommen weitere Symptome dazu, solltest Du in die Tierarztpraxis fahren.
Was kann ich meiner Katze bei Durchfall geben?
- Füttere Deiner Katze eine leicht verdauliche, fettarme Schonkost, bis sich die Beschwerden bessern.
- Stell ausreichend frisches Wasser bereit (idealerweise mehrere Näpfe oder Trinkbrunnen) und beobachte, ob Deine Katze normal trinkt.
- Bei stärkerem Durchfall kann die Gabe von Elektrolytlösungen sinnvoll sein. Wenn Du unsicher bist, frag in der Tierarztpraxis nach.
- Wenn Deine Katze zusätzlich erbricht, kann die Tierärztin oder der Tierarzt Medikamente gegen Übelkeit verabreichen.
Was kann ich gegen chronischen Durchfall bei meiner Katze tun?
Hält der Durchfall länger an oder kommt immer wieder, ist es wichtig, die Ursache systematisch abklären zu lassen und die Behandlung darauf abzustimmen.
- Futteranpassung: Liegt der Durchfall an Fütterungsfehlern oder Unverträglichkeiten, ist die schonende Umstellung auf eine hochwertige, gut verdauliche Ernährung oft der erste Schritt, um das Magen-Darm-System zu beruhigen. Wird eine Unverträglichkeit vermutet, kann eine Ausschlussdiät sinnvoll sein.
- Ballaststoffe anpassen: Bei Anzeichen für Dickdarmdurchfall kann ein angepasster Ballaststoffanteil im Futter helfen, den Kot zu stabilisieren.
- Ergänzungsfuttermittel als Unterstützung: Nach Rücksprache mit der Tierarztpraxis können Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung der Darmflora (z. B. Probiotika, Huminsäuren) als begleitende Maßnahme sinnvoll sein.
- Behandlung nach Ursache: Je nach Befund können weitere Behandlungen nötig sein, darunter
- Immunsuppressive Therapie bei bestimmten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
- Spezielle Diäten bei Eiweißverlust über den Darm
- Gezielte Medikamente bei Parasiten oder anderen Erregern
Was ist im Notfall zu tun?
Treten neben dem Durchfall Deiner Katze deutliche Warnzeichen (z. B. Blut im Kot, starkes oder anhaltendes Erbrechen, starke Schlappheit, deutliche Austrocknung) auf oder hast Du den Verdacht auf eine Vergiftung oder Fremdkörperaufnahme, solltest Du sofort in den tierärztlichen Notdienst fahren. In manchen Fällen steckt ein Darmverschluss oder eine Invagination (wenn sich ein Darmabschnitt in den nächsten „einschiebt“) hinter den Beschwerden. Das sind akute Notfälle und können – je nach Befund – eine Operation notwendig machen.
Welche Schonkost kann ich meiner Katze bei Durchfall füttern?
Wenn Deine Katze Durchfall hat, ist es wichtig, ihren Darm zu entlasten und sie trotzdem mit ausreichend Energie und Flüssigkeit zu versorgen.
- Setze auf eine Schonkost, die leicht verdaulich und eher fettarm ist (z. B. gekochtes Hühnchen mit Reis als kurzfristige Übergangslösung oder eine tierärztlich empfohlene Magen-Darm-Schonkost aus dem Fachhandel).
- Gib das Futter am besten in Zimmertemperatur, das ist für viele Katzen bekömmlicher.
- Bleib zunächst bei einer gut verträglichen Variante und wechsle das Futter nicht ständig, damit der Darm zur Ruhe kommen kann.
- Achte auf ausreichend Ballaststoffe im Futter: Sie können helfen, den Kot zu stabilisieren und unterstützen die Darmflora. Als grobe Orientierung gilt bei vielen Futtersorten ein Rohfaseranteil von etwa 2–5 % (Ballaststoffe sollten individuell dosiert werden, weil ein „Zuviel“ die Verdauung belasten kann).
Was ist besser bei Durchfall Katze: Trocken- oder Nassfutter?
Es gibt keine feste Regel, welche Futterart bei Durchfall grundsätzlich besser ist. Viele Katzen kommen gut mit einer Mischfütterung aus Nass- und Trockenfutter zurecht, weil sich damit der Ballaststoffanteil leichter abdecken lässt. Wenn Deine Katze nur Nassfutter frisst, kann es sinnvoll sein, den Ballaststoffanteil gezielt zu erhöhen (z. B. über geeignete Faserquellen nach tierärztlicher Empfehlung). Das kann das Milieu im Darm beeinflussen und „ungünstigen“ Darmbakterien das Leben schwerer machen.
Darauf kannst Du bei der Futterwahl achten:
- Eine offene Deklaration hilft Dir zu erkennen, was wirklich im Futter enthalten ist.
- Ein hoher Anteil an Muskelfleisch ist in der Regel gut verdaulich und für viele Katzen besser verträglich.
- Wenn Innereien enthalten sind, sind leichter verdauliche (z. B. Herz) bei empfindlichem Darm oft günstiger als sehr schwer verdauliche Anteile.
Was passiert, wenn man Durchfall bei der Katze nicht behandelt?
Unbehandelter oder immer wiederkehrender Durchfall kann den Körper Deiner Katze auf Dauer deutlich belasten und sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Bleibt Durchfall über längere Zeit bestehen, verliert Deine Katze nicht nur Wasser, sondern auch Nährstoffe, Elektrolyte und Energie. Das kann zu Gewichtsverlust, Muskelschwund und einem insgesamt geschwächten Allgemeinzustand führen und insbesondere sehr junge, alte oder bereits kranke Katzen stark mitnehmen. Auch andere Organe wie Leber, Nieren oder die Bauchspeicheldrüse können stärker belastet werden, vor allem wenn bereits Vorerkrankungen bestehen.
Außerdem kann eine dauerhaft entzündete und belastete Darmschleimhaut empfindlicher werden. Manche Katzen entwickeln dann einen „sensiblen Darm“, der schneller auf Futterwechsel, Futtermittelunverträglichkeiten oder andere Einflüsse mit Verdauungsproblemen reagiert. Aus Studien an Hunden weiß man zudem, dass schwere Magen-Darm-Infektionen im jungen Alter das Risiko für spätere chronische Verdauungsprobleme erhöhen können1.
Mit einer frühzeitigen tierärztlichen Abklärung und einer passenden Behandlung – oft auch mit dem richtigen Futter – kannst Du das Risiko solcher Langzeitfolgen für Deine Katze deutlich verringern.
Wie kann ich Durchfall bei meiner Katze vorbeugen?
Durchfall bei Katzen lässt sich nicht immer komplett verhindern. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst Du das Risiko aber deutlich senken.
1.) Regelmäßige Gesundheits- und Kotchecks
Lass Deine Katze regelmäßig tierärztlich untersuchen. Je nach Alter, Lebensumständen und Kontakt zu anderen Tieren kann es sinnvoll sein, den Kot in bestimmten Abständen auf Parasiten untersuchen zu lassen. Das gilt nicht nur für Freigänger: Auch Wohnungskatzen können Parasiten aufnehmen, z. B. über Spuren an Schuhen oder Gegenständen.
2.) Fütterungsstrategien, um Deine Katze vor Durchfall zu schützen
- Ein konstantes, gut verträgliches Futter entlastet den Verdauungstrakt Deiner Katze.
- Wenn Du Futtermarke oder -sorte wechselst, dann am besten über mehrere Tage, damit sich der Darm anpassen kann.
- Vermeide häufige und abrupte Futterwechsel, weil sie bei empfindlichen Katzen Durchfall begünstigen können.
- Wähle ein hochwertiges, gut verdauliches Futter und verzichte möglichst auf Rohfütterung oder viele „menschliche“ Snacks, da diese das Risiko für Magen-Darm-Probleme erhöhen können.
- Viele Katzen vertragen ihr Futter besser und fressen es lieber, wenn es Zimmertemperatur hat und nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt.
3.) Stress reduzieren
Auch Stress kann sich bei Katzen auf den Magen-Darm-Trakt auswirken. Zu einem entspannten Alltag gehören feste Routinen (z. B. gleichbleibende Fütterungszeiten) und ausreichend Rückzugsorte, an denen Deine Katze ungestört ist. Größere Veränderungen wie ein Umzug, neue Tiere im Haushalt oder Reisen solltest Du frühzeitig und schrittweise vorbereiten, damit sich Deine Samtpfote langsam daran gewöhnen kann.
Wir stehen Dir zur Seite für die Gesundheit Deiner Katze.
Wenn Deine Katze gesundheitliche Probleme hat, möchtest Du alles dafür tun, damit sie sich bald wieder besser fühlt. Das Team von DGT MEDICAL berät Dich gerne zu Futter- und Ergänzungsfuttermitteln und steht Dir auch für eine Zweitmeinung oder ein Gespräch mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin zur Verfügung.
Produktempfehlungen
Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung kann eine Katze mit Durchfall ernährungsphysiologisch begleitet werden – zum Beispiel durch Ergänzungsfuttermittel, die das Darmmilieu und die normale Verdauungsfunktion unterstützen und zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen können.
1.) INTESTO CAT ist ein Diät-Alleinfuttermittel für Katzen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt. Schmackhafte Schonkost mit Weißfisch und Erbsen als leicht verdauliche Proteinquellen. Apfelpektin und Oligosaccharide liefern Ballaststoffe, die zur normalen Verdauungsfunktion beitragen können. Die schonend extrudierte Rezeptur ist gut verdaulich und darauf abgestimmt, den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten.
2.) DIGESTO SOS-PASTE ist ein Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsphysiologischen Unterstützung des Magen-Darm-Trakts. Probiotika und Präbiotika können das mikrobielle Gleichgewicht im Darm und die normale Verdauungsfunktion unterstützen. Die enthaltenen Elektrolyte können den Flüssigkeitshaushalt unterstützen, besonders wenn der Magen-Darm-Trakt vorübergehend stärker beansprucht wird. Geeignet als kurzfristige Begleitung in Phasen erhöhter Belastung des Magen-Darm-Trakts und zur Unterstützung einer gleichmäßigen Kotbeschaffenheit.
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5.) DARM-KUR für Katzen kombiniert ausgewählte Ergänzungsfuttermittel, die den Darm nach besonderen Belastungen unterstützen können. DARM PROBIOTIC CAT enthält ausgewählte Prä- und Probiotika sowie Beta-Glukane aus Hefe, die helfen können, das mikrobielle Gleichgewicht im Darm zu fördern. KRÄUTERHEFE TABLETTEN liefern B-Vitamine, die zur normalen Funktion des Energiestoffwechsels beitragen und die Verdauungsfunktion unterstützen können. KALTGEPRESSTES NACHTKERZENÖL enthält ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure und Gamma-Linolensäure, die zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen können.
Häufige Fragen zu Durchfall bei Katzen