Ratgeber Hundegesundheit

Dein Hund hat Arthrose? So kannst Du ihn bestmöglich unterstützen

Steife Gliedmaßen, Gelenkschmerzen und wenig Lust auf Bewegung: Wenn Dein Hund an Arthrose leidet, leidet auch seine Lebensqualität – schließlich hat er einen starken, angeborenen Bewegungsdrang. Hier erfährst Du, welche Ursachen hinter dem Gelenkverschleiß stecken, auf welche Symptome Du achten solltest und wie Du die Beweglichkeit und das Wohlbefinden Deines Lieblings unterstützen kannst.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Arthrose (Gelenkverschleiß) ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Hunden.
  • Häufige Symptome sind Bewegungsunlust, steife Gliedmaßen, Beschwerden beim Aufstehen oder verhärtete Gelenke.
  • Je früher eine Arthrose diagnostiziert wird, umso besser lässt sich der Verlauf beeinflussen.
  • Eine Kombination aus Gewichtsmanagement, angepasster Ernährung, Physiotherapie, Muskelaufbau und Schmerztherapie kann helfen, Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.
  • Nach tierärztlicher Rücksprache können ergänzende Maßnahmen wie Akupunktur oder Ergänzungsfuttermittel sinnvoll sein, um das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen.

So kannst Du vorgehen

  • Informiere Dich ausführlich über mögliche Arthrose-Symptome beim Hund.
  • Sollten Dir Symptome bei Deinem Hund auffallen, geh möglichst zeitnah in eine Tierarztpraxis.
  • Behandle Deinen Hund NIEMALS eigenmächtig mit Schmerzmitteln, denn was für Menschen funktioniert, kann schlimme Folgen für Hunde haben. Konsultiere immer einen Tierarzt oder eine Tierärztin!
  • Sprich mit Deinem Tierarzt oder Deiner Tierärztin, ob Ergänzungsfuttermittel die Gelenkfunktion Deines Hundes unterstützen können.
  • Achte vorbeugend auf ein gesundes Körpergewicht, ausreichend Bewegung und eine hochwertige Ernährung, um die Gelenke Deines Hundes möglichst lange fit zu halten.

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei Arthrose. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich!

Was ist Arthrose überhaupt?

Der Begriff „Arthrose“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Gelenk“. Die Endung „-ose“ bezeichnet eine degenerative Veränderung. Im medizinischen Bereich bezeichnet man damit einen Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt. Das heißt, unter den Begriff Arthrose fallen verschiedene Erkrankungen, in deren Verlauf sich die Gelenke schmerzhaft verändern und durch Verschleiß in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.

Für die normale Funktion des Gelenkknorpels ist es essenziell, dass genügend Gelenkflüssigkeit vorhanden ist. Diese Flüssigkeit erfüllt wichtige Aufgaben: Sie versorgt den Knorpel mit notwendigen Nährstoffen und dient zugleich als Schmiermittel, das eine reibungslose Bewegung innerhalb des Gelenks ermöglicht. Der Gelenkknorpel selbst bildet die Gleitoberfläche und wirkt darüber hinaus als Puffer bei Stößen. Innerhalb der Gelenkflüssigkeit sind spezielle Moleküle (sogenannte Glykosaminoglykane) enthalten, die maßgeblich zur Viskosität beitragen. Diese Moleküle gelangen über die Nährstoffe in den Organismus. Bei Mangelerscheinungen kann es passieren, dass der Hund nicht nur Schmerzen bei Bewegungen hat, sondern auch, dass seine Beweglichkeit merklich eingeschränkt ist.

Wenn Hunde Arthrose haben, wird ihr Gelenkknorpel mit der Zeit immer weiter zerstört, auch wird kaum mehr Gelenkflüssigkeit produziert, bis er irgendwann aufgebraucht ist und letztendlich Knochen auf Knochen reibt.

Was sind die Ursachen für Arthrose beim Hund?

Arthrose kann an jedem Gelenk des Körpers auftreten und verschiedene Ursachen haben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer primären Arthrose (genetische Prädisposition, auch idiopathisch genannt) und einer sekundären Arthrose, die durch ein Ungleichgewicht zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpels entsteht (z. B. durch Übergewicht, Überbelastung oder altersbedingten Verschleiß).

Die primäre Arthrose kommt bei Hunden eher selten vor. Sie tritt ohne Vorerkrankungen auf und kann völlig verschiedene Ursachen haben – beispielsweise Stoffwechselstörungen oder eine fehlerhafte Ernährung des Hundes.

Die sekundäre Arthrose tritt wesentlich häufiger auf. Dabei handelt es sich um einen Gelenkverschleiß, der als Folge einer Vorerkrankung entsteht – zum Beispiel als Folge einer Arthritis, Ellbogendysplasie (ED) oder Hüftdysplasie (HD).

Weitere mögliche Ursachen einer sekundären Arthrose sind:

  • Übergewicht
  • Schwäche der Bausubstanz des Gelenks (wie Osteomalazie oder Osteoporose)
  • Traumatisch bedingte Fehlstellungen
  • Wachstumsstörungen (z. B. Short Ulna = eine zu kurz geratene Elle)
  • Veränderungen aufgrund einer Autoimmunerkrankung (z. B. rheumatoide Arthritis)
  • Atrophie (das Gelenk wurde zu wenig belastet)
  • Ablagerungen in den Gelenken (Gicht)
  • Fehlerhafter Einsatz von Antibiotika
  • Überlastung durch nitrosativen Stress
  • Arthrose als Folge von Erkrankungen innerer Organe
  • Mechanischer Verschleiß der Gelenke im zunehmenden Alter
  • Fehlerhafte Ernährung
  • Starke und/oder falsche Beanspruchung der Gelenke

Durch welche Symptome macht sich eine Arthrose beim Hund bemerkbar?

Studien 1,2 zeigen, dass etwa jeder fünfte erwachsene Hund an Arthrose im Anfangsstadium leidet – oft ohne, dass es seine Menschen bemerken. Ob Dein Hund von Arthrose betroffen ist, erkennst Du vor allem an Problemen mit dem Bewegungsapparat. Kommt Dein Liebling morgens nur schwer aus seinem Bett? Oder leidet Dein sonst so aufgewecktes Energiebündel unter Bewegungsunlust? All das können Hinweise darauf sein, dass Dein Hund mit Gelenkproblemen zu kämpfen hat. Das Tückische an Arthrose ist, dass einige Hunde ihre Schmerzen lange Zeit verbergen, indem sie beispielsweise eine Schonhaltung einnehmen. Das kann es Dir schwermachen, Gelenkprobleme frühzeitig zu erkennen. Wichtig ist also, selbst auf kleinste Veränderungen zu achten und bei Verdacht zeitnah in die Tierarztpraxis zu gehen.

Kommt Dir das bekannt vor? Typische Symptome für eine Arthrose beim Hund sind:

  • Leichtes Humpeln nach Belastung
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen, insbesondere morgens
  • Eingeschränkte Springfreudigkeit und allgemeine Bewegungsunlust
  • Steife Gliedmaßen, vor allem in der Hüfte oder der Wirbelsäule (aufgezogene Rückenpartie)
  • Leichte Knack-Geräusche beim Gehen
  • Überwärmte, angeschwollene oder verhärtete Gelenke
  • Überempfindlichkeit bei Berühren der betroffenen Körperstellen

Sollten Dir eins oder mehrere Symptome bei Deinem Hund aufgefallen sein, empfehlen wir Dir, schnellstmöglich einen Termin bei einem spezialisierten Tierarzt oder einer spezialisierten Tierärztin zu vereinbaren.

Ein schwarzer, kurzhaariger Dackel liegt mit dem Kopf angelehnt an ein graues Kissen.
Hat Dein Hund keine Lust mehr auf Bewegung oder kommt nicht mehr auf die Couch, obwohl das früher sein Lieblingsplatz war? Solche Verhaltensänderungen können Symptome für Arthrose beim Hund sein und auf Schmerzen in den Gelenken hinweisen.

Diagnose: Wie wird eine Arthrose beim Hund festgestellt?

Die Diagnose von Arthrose beim Hund erfordert eine sorgfältige Untersuchung und Bewertung durch einen Tierarzt oder eine Tierärztin. Hier sind die häufigsten Schritte und Methoden, die bei der Diagnose von Arthrose eingesetzt werden:

Anamnese und klinische Untersuchung: Der Tierarzt oder die Tierärztin wird zuerst eine gründliche Anamnese durchführen, bei der Du nach den Symptomen Deines Hundes, seinem Aktivitätsniveau und eventuellen Verletzungen oder Vorerkrankungen befragt wirst. Anschließend wird eine klinische Untersuchung durchgeführt, um die betroffenen Gelenke zu überprüfen und nach Anzeichen von Schmerzen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen zu suchen.

Röntgenaufnahmen: Röntgenaufnahmen gehören zu den wichtigsten diagnostischen Methoden zur Bestätigung von Arthrose. Sie ermöglichen die Gelenke Deines Hundes genauer zu betrachten, den Grad der Knorpelabnutzung zu beurteilen und mögliche Veränderungen wie Knochensporne oder Gelenkdeformationen festzustellen.

Gelenkflüssigkeitsanalyse: In einigen Fällen kann eine Gelenkflüssigkeitsanalyse durchgeführt werden, um festzustellen, ob es Anzeichen von Entzündungen oder anderen Problemen im Gelenk gibt. Dies wird normalerweise durch eine Gelenkpunktion erreicht, bei der eine kleine Menge Gelenkflüssigkeit entnommen und untersucht wird.

Bildgebende Verfahren: Neben Röntgenaufnahmen können auch andere bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz kommen, um detailliertere Informationen über die Gelenke zu erhalten, insbesondere wenn die Diagnose komplex ist. In seltenen Fällen kann ein CT (Computertomographie) angeordnet werden: Durch die dreidimensionale Darstellung erhält der Tierarzt oder die Tierärztin ein detailliertes Bild der betroffenen Gelenkpartien.

Blutuntersuchungen: Blutuntersuchungen können durchgeführt werden, um andere potenzielle Ursachen für die Symptome Deines Hundes auszuschließen, wie beispielsweise Infektionen oder systemische Erkrankungen.

Arthroskopie: Hier wirft man mithilfe eines kleinen Sichtgeräts einen direkten Blick in das Gelenk. Diese Diagnose-Form erlaubt es, sofort nach der Untersuchung eine minimalinvasive Operation durchzuführen.

Wie kann man Arthrose beim Hund behandeln?

Wenn Dein Liebling unter Arthrose leidet, schränkt das seine Beweglichkeit und Lebensqualität erheblich ein. Hinzu kommt, dass der degenerative Gelenkverschleiß nicht heilbar ist. Je früher also eine Arthrose bei Deinem Hund diagnostiziert wird, desto mehr Möglichkeiten gibt es, den Verlauf positiv zu beeinflussen und die Beschwerden zu verringern. Welche Behandlung für Deinen Liebling die richtige ist, richtet sich danach, wie weit die Arthrose bereits fortgeschritten ist.

Für eine erfolgreiche Behandlung sind vor allem zwei Dinge wichtig:

Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten. Damit das betroffene Gelenk entlastet wird, sollten auch die angrenzenden Strukturen des Bewegungsapparates (Faszien, Sehnen und Muskulatur) berücksichtigt werden. Zusätzlich sollten mögliche Begleitfaktoren wie Durchblutungsstörungen oder Stoffwechselerkrankungen in die Therapie mit einbezogen werden.

Welche Medikamente helfen bei Arthrose beim Hund?

Wenn Dein Hund unter Schmerzen leidet, ist eine tierärztliche Behandlung unerlässlich. Häufig werden dabei sogenannte Nicht-Steroidale Antiphlogistika (NSAID) eingesetzt. Diese Medikamente haben das Ziel, entzündliche Prozesse und Schmerzen zu lindern, wie sie typischerweise bei Arthrose auftreten.

Allerdings können NSAID auch Nebenwirkungen mit sich bringen – insbesondere bei langfristiger Gabe. So kann es zu einer Beeinflussung der Magensäureproduktion, der Darmflora oder der Nierendurchblutung kommen. Mögliche Begleiterscheinungen wie Magenbeschwerden, Durchfall, Appetitlosigkeit oder eingeschränkte Nierenfunktion sind daher ernst zu nehmen. Um Risiken zu minimieren, sollte jede Schmerztherapie engmaschig tierärztlich begleitet und regelmäßig kontrolliert werden.

Neben den täglichen Schmerzmitteln gibt es mittlerweile auch monatlich wirksame Medikamente in Form von Tabletten oder Injektionen. Auch sie wirken symptomatisch und können helfen, Schmerzen zu reduzieren – ohne jedoch die Ursache der Arthrose zu behandeln.

Eine rein symptomatische Therapie kann in vielen Fällen sinnvoll sein. Im Idealfall wird sie ergänzt durch begleitende Maßnahmen wie eine angepasste Ernährung, gelenkschonende Bewegung und – nach tierärztlicher Rücksprache – durch den Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln, die das allgemeine Wohlbefinden unterstützen können.

Weitere Therapiemöglichkeiten bei Arthrose beim Hund

Hyaluronsäure: Studien 3,4 zeigen, dass die Injektion von Hyaluronsäure ins Gelenk die Schmierfähigkeit der Gelenkflüssigkeit verbessern und die Elastizität der Knorpel unterstützen kann.

PRP-Therapie: Bei der Therapie mit Thrombozytenreichem Plasma werden aus dem Blut des Hundes Blutzellen gewonnen und in das betroffene Gelenk injiziert. Eine Studie 5 legt nahe, dass die Kombination mit einer Laserbehandlung die Gelenkfunktion unterstützen und länger anhaltende Verbesserungen bei der Beweglichkeit und den Beschwerden bewirken kann – im Vergleich zu PRP oder Laser allein.

Physiotherapie und Bewegung

Mithilfe spezieller Bewegungsübungen und Massagetechniken kann einer Versteifung der Gelenke entgegengewirkt werden. Darüber kann Muskulatur aufgebaut werden, welche die Gelenke entlastet. Angepasste Bewegung (wie Spaziergänge und sanftes Spielen) hilft dabei, die Gelenke in gutem Zustand zu halten. Vermeide jedoch übermäßige Belastung und das Springen aus großen Höhen, da dies zu Gelenkverletzungen führen kann. Auch Ausdauersport, wie z. B. langes Mitlaufen am Fahrrad, kann sehr belastend für das Gelenksystem sein. Mobility Training kann Hunden helfen, den gesamten Bewegungsapparat gesund zu halten, ohne die Gelenke zu belasten.

Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung der Gelenkfunktion

Unterstützend zur Therapie können orthomolekulare Ergänzungsfuttermittel gefüttert werden. Dabei handelt es sich um Substanzen, die natürlicherweise im Körper vorhanden sind (wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente oder Aminosäuren) und ihn bei vielen lebensnotwendigen Prozessen unterstützen.

Ergänzungen wie Glucosamin und Chondroitin werden häufig zur Unterstützung der Gelenkfunktion eingesetzt. Sprich mit Deinem Tierarzt oder Deiner Tierärztin, um die richtige Dosierung und Art der Ergänzungen für Deinen Hund zu bestimmen.

Omega-3-Fettsäuren: Fischöl und andere Quellen von Omega-3-Fettsäuren werden in Studien 6,7 mit entzündungshemmenden Eigenschaften und einer Linderung von Arthrose-Beschwerden in Verbindung gebracht. Du kannst Deinem Hund diese in Form von Nahrungsergänzungsmitteln verabreichen oder auf Futtermittel umsteigen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind.

Maßnahmen bei Übergewicht

Übergewicht belastet die Gelenke zusätzlich. Halte das Gewicht Deines Hundes in einem gesunden Bereich, indem Du ihm die richtige Menge an hochwertigem Futter und regelmäßige Bewegung bietest. Lass den Ernährungszustand Deines Hundes tierärztlich einschätzen, denn im Alltag fällt das eine oder andere Kilo zu viel oft gar nicht auf. Schenke Deinem Hund Aufmerksamkeit statt Leckerlis und biete ihm fettarme, luftgetrocknete Snacks an.

Operation

In besonders fortgeschrittenen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff helfen. Dabei werden Verwachsungen gelöst, Knorpel geschliffen oder Knochenvorsprünge entfernt. Ein künstlicher Ersatz kommt vor allem für therapieresistente Gelenke in Frage. Bitte konsultiere hier einen Fachtierarzt bzw. eine Fachtierärztin, um gemeinsam mit Dir die Vorteile und Risiken zu besprechen.

So kannst Du Deinen Hund bei Arthrose zusätzlich unterstützen:

  • Investiere in ein orthopädisches Hundebett, das speziell darauf ausgelegt ist, den Gelenken Deines Lieblings optimalen Komfort und Unterstützung zu bieten.
  • Das Bauen einer kleinen Treppe kann hilfreich sein, damit Dein Hund leichter aufs Sofa oder andere erhöhte Liegeplätze kommt.
  • Schaffe warme und zugfreie Liegeplätze, um zusätzlichen Gelenkstress durch Kälte oder Zugluft zu vermeiden.
  • Hab Geduld mit Deinem Liebling: Wenn er nicht sofort auf die Aufforderung „Sitz“ reagiert, solltest Du ihn nicht bestrafen. Arthrose kann Bewegungen schmerzhaft machen, und Dein Hund benötigt möglicherweise mehr Zeit, um sich hinzusetzen.
  • Massiere Deinem Hund mit einem Qi Gong-Kamm für Tiere täglich sanft über die Faszien. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird dies als Möglichkeit gesehen, den Fluss der Lebensenergie (des Qi) zu unterstützen. Und ganz nebenbei freut sich Dein Liebling über wohltuende Massageeinheiten von Dir.

Welchen Einfluss hat die Verdauung auf Arthrose beim Hund?

Aus unseren zahlreichen Praxisfällen wissen wir, dass Gelenkveränderungen nicht immer durch eine traumatische Verletzung verursacht werden – sonst wären nicht so viele Hunde von Arthrose betroffen. Unsere Tierarztpraxis berichtet immer wieder, dass auch die Ernährung und die Verdauung Einfluss auf die Belastbarkeit der Gelenke haben können.

Nach den Erfahrungen aus der 5-E™ Tierarztpraxis können folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Minderwertiges Futter: Ein großer Teil der Futterrohstoffe ist durch die heutigen Anbauformen ärmer an vitalen Substanzen und Mikronährstoffen. Durch industrielle Herstellung, Lagerung, Transport und Konservierung kann die biologische Wertigkeit zusätzlich herabgestuft werden.
  • Störungen im Magen-Darm-System: Es gibt wissenschaftliche Hinweise 8,9, dass Störungen im Magen-Darm-System bei Hunden zur vermehrten Bildung von Gasen und Veränderungen des Darmmilieus führen können. In einem solchen Milieu ist die Nährstoffversorgung des Körpers möglicherweise eingeschränkt, was sich auch auf die Gelenke und das Bindegewebe auswirken kann.

Ein starkes Verdauungssystem kann den Behandlungserfolg unterstützen.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist es daher empfehlenswert:

  • den Hund auf eine hochwertige Ernährung umzustellen
  • den Magen-Darm-Trakt zu unterstützen
  • den Darm mit essenziellen Fettsäuren zu versorgen
  • eine stabile Darmflora zu fördern und die Darmbarriere zu unterstützen

Wähle deshalb ein qualitativ hochwertiges Hundefutter, das die Bedürfnisse Deines Hundes erfüllt. Nach tierärztlicher Rücksprache können auch Ergänzungsfuttermittel mit Inhaltsstoffen wie Glucosamin oder Chondroitin sinnvoll sein, die oft zur Unterstützung der Gelenke eingesetzt werden.

Tipp: Begleitend zur tierärztlichen Behandlung kann es sinnvoll sein, das Verdauungssystem Deines Hundes mit Futter- und Ergänzungsfuttermitteln zu unterstützen. Dafür hat das Tierärzteteam von DGT MEDICAL erprobte Empfehlungen zusammengestellt. Bei Interesse kannst Du einen persönlichen Online-Termin buchen und Dich beraten lassen.

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Wie kann man Arthrose beim Hund ohne Operation begleiten?

In der 5-E™ Tierarztpraxis setzen wir bei verschiedenen Formen von Arthrose (z. B. OCD oder Hüftgelenksveränderungen) auf ein schonendes, nicht-chirurgisches Therapiekonzept. Dabei kombinieren wir moderne Verfahren wie PRP (Platelet-Rich Plasma), Lasertherapie und das Backhaus Light-Tuning mit hochwertiger Ernährung und dem begleitenden Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln.

PRP-Therapie als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes

Bei der PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma) wird dem Hund Eigenblut entnommen und in einer Spezialzentrifuge aufbereitet. Dabei werden Bestandteile wie Thrombozyten und Wachstumsfaktoren isoliert. Diese werden anschließend in das betroffene Gelenk eingebracht und mit blauem Laserlicht stimuliert. Nach unseren Erfahrungen kann dies die natürlichen Prozesse im Gewebe anregen und das Gelenkumfeld positiv beeinflussen.

Ergänzend zur Injektion kann das Laserlicht auch intravasal (über die Blutbahn) eingesetzt werden. Im Anschluss wird das Gelenkumfeld durch gezielte Lichtimpulse stimuliert. Nach unseren Beobachtungen kann dies unter anderem die Zellaktivität in Bändern, Faszien, Gelenkkapseln und Muskulatur betreffen.

Ergänzende Maßnahmen im Rahmen der 5-E™ Strategie

  • Individuell abgestimmtes Bewegungstraining
  • Begleitende Fütterung mit hochwertigen kaltgepressten Futtersorten
  • Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln, die den Bewegungsapparat und den Stoffwechsel unterstützen können, abgestimmt auf die Bedürfnisse Deines Hundes
Spezial-Zentrifuge und Kanüle im Gelenk
Die PRP-Methode kann unterstützend bei Hunden mit Arthrose eingesetzt werden: Dabei werden Thrombozyten aus dem Blut in der Spezial-Zentrifuge aufbereitet, über eine Kanüle ins Gelenk injiziert und anschließend mit blauem Laserlicht stimuliert.

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie Du Deinem Hund bei Arthrose auf schonende Weise helfen kannst?

Über den Link kannst Du gerne einen Beratungstermin in unserer 5-E™ Tierarztpraxis anfordern. Du wohnst weiter weg oder die Anfahrt ist für Deinen Hund zu stressig? Dann buche einen Termin mit unserem Tierärzteteam über unsere Online-Beratungsplattform DGT MEDICAL.

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Wie kann ich Arthrose bei meinem Hund vorbeugen?

Genau wie Du wünschen wir uns, dass Dein Hund bis ins hohe Alter gesund und vital bleibt. Leider lässt sich eine Arthrose-Erkrankung nicht immer verhindern. Du kannst aber einiges dafür tun, um das Risiko für Deinen besten Freund zu verringern:

  • Achte auf das Gewicht Deines Hundes: Übergewicht belastet nur unnötig die Gelenke.
  • Stell die Ernährung Deines Hundes auf hochwertiges, darmfreundliches Futter um.
  • Lass Probleme mit dem Bewegungsapparat möglichst zeitnah in einer Tierarztpraxis checken.
  • Gönn Deinem Hund ausreichend Bewegung, denn Muskeln stützen die Gelenke.
Eine Frau mit einem Skateboard unter dem Arm rennt neben ihrem schwarzen Hund auf einer Straße.
Schön in Form bleiben: Mit ausreichend Bewegung und einer hochwertigen Ernährung kannst Du das Risiko für Arthrose bei Deinem Hund verringern.

Produktempfehlungen

Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung kann ein Hund mit Arthrose ernährungsphysiologisch unterstützt werden – zum Beispiel durch Futter- und Ergänzungsfuttermittel, die den Gelenkstoffwechsel sowie die normale Funktion von Knorpel, Bindegewebe und Muskulatur unterstützen können.

1.) ARTHRO TAB DOG ist ein Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung der Gelenkfunktion.

  • MSM (Methylsulfonylmethan) liefert organischen Schwefel, einen natürlichen Baustein von Bindegewebe, Sehnen und Knorpel.
  • Glucosamin, Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure sind körpereigene Stoffe, die die natürliche Funktion von Gelenken und Knorpelgewebe unterstützen können.
  • Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl können dazu beitragen, den Stoffwechsel des Bewegungsapparats zu unterstützen.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei, die für Knorpel, Knochen und Bindegewebe wichtig ist.

2.) HOLO DYN ist ein Ergänzungsfuttermittel mit pflanzlichen Ölen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

  • Liefert wertvolle Energie und kann helfen, den Energie-Stoffwechsel bedarfsgerecht zu unterstützen, besonders in Phasen erhöhter körperlicher Belastung oder während der Regeneration.
  • Die enthaltenen Fette stellen wichtige Bausteine für den normalen Erhalt von Geweben wie Muskeln, Sehnen und Gelenkstrukturen bereit.

3.) CHONDRO DYN ist ein Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung der Knorpel- und Gelenkfunktion.

  • Kollagenhydrolysat liefert natürliche Bausteine, die zur Festigkeit und Elastizität von Knorpel- und Bindegewebe beitragen können.
  • Glucosamin und Hyaluronsäure sind natürliche Bestandteile der Gelenkflüssigkeit und können die Ernährung des Gelenk- und Bindegewebes unterstützen.
  • Zink ist ein essentielles Spurenelement, das zur Erhaltung normaler Knochen und zur normalen Kollagenbildung beiträgt.
  • Mangan trägt zur normalen Bildung von Bindegewebe und zur Erhaltung normaler Knochen bei.

4.) TITUS MUSCULUS ist ein Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung der Muskelstoffwechselfunktion.

  • Enthält Bioflavonoide aus Früchten, die den Körper mit wertvollen sekundären Pflanzenstoffen versorgen.
  • Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Kann die ernährungsphysiologische Versorgung der Muskulatur unterstützen.
  • Geeignet für Hunde im Alter oder bei erhöhter Aktivität.

Häufige Fragen zu Arthrose beim Hund (FAQ)

Arthrose kann bei allen Hunden vorkommen. Ein höheres Risiko haben vor allem große Rassen wie der Deutsche Schäferhund, Labrador, Golden Retriever oder Rottweiler. Auch Tiere mit Gelenkproblemen wie Hüft- oder Ellbogendysplasie sind häufiger betroffen. Kleinere Hunde können ebenfalls Arthrose bekommen, vor allem bei Übergewicht oder einer starken Belastung der Gelenke.

Nein. Arthrose ist nicht heilbar, weil es sich um einen fortschreitenden Gelenkverschleiß handelt. Die bereits entstandenen Veränderungen am Knorpel sind dauerhaft. Aber: Bei einer frühzeitigen Diagnose, einer passenden tierärztlichen Behandlung und begleitenden Maßnahmen wie gelenkschonender Bewegung, Gewichtsmanagement und einer angepassten Ernährung kann die Lebensqualität vieler Hunde lange erhalten bleiben.

Arthrose zeigt sich bei Hunden meist ab einem Alter von sieben bis acht Jahren, weil die Gelenke mit den Jahren stärker verschleißen. Große Rassen oder Hunde mit Vorerkrankungen (z. B. Hüft- oder Ellbogendysplasie) können auch schon früher betroffen sein. Daher ist es sinnvoll, ältere Hunde regelmäßig tierärztlich untersuchen zu lassen, um mögliche Veränderungen an den Gelenken oder der Beweglichkeit frühzeitig zu erkennen.

Arthrose entwickelt sich meist schleichend, weshalb erste Anzeichen oft unbemerkt bleiben. Diese subtilen Veränderungen können Frühwarnzeichen sein:

  • Dein Hund wirkt morgens nach dem Aufstehen steif, läuft sich aber nach kurzer Zeit ein.
  • Er zeigt weniger Freude an Bewegung, Spielen oder längeren Spaziergängen.
  • Manche Hunde legen sich häufiger hin oder vermeiden bestimmte Bewegungen wie Springen oder Treppensteigen.
  • Auch ein vorsichtigeres Hinsetzen oder Aufstehen können Hinweise sein.

Bei Arthrose bekommen Hunde oft sogenannte NSAIDs, also entzündungshemmende Schmerzmittel. Sie helfen zwar gut gegen Schmerzen, können aber Nebenwirkungen haben. Am häufigsten treten Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit oder Magenschleimhautreizungen auf. Bei langfristiger Gabe können auch Leber und Nieren belastet werden. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen in der Tierarztpraxis wichtig. So bleibt die Behandlung sicher, und Dein Hund kann möglichst lange von einer guten Lebensqualität profitieren.

Quellen:

1 Roitner, M. „Prävalenz von Osteoarthrosen in Schulter, Ellbogen, Hüfte und Knie bei Hunden älter als acht Jahre“ (2025): https://edoc.ub.uni-muenchen.de/34938/1/Roitner_Moritz.pdf

2 Anderson, K. L. et al. „Risk Factors for Canine Osteoarthritis and Its Predisposing Arthropathies: A Systematic Review” (2020): https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7198754/

3 “Intra-Articular Hyaluronic Acid Compared to Traditional Conservative Treatment in Dogs with Osteoarthritis Associated with Hip Dysplasia” (2016): https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5101385/

4 Lee et al. „A placebo-controlled study comparing the efficacy of intra-articular injections of hyaluronic acid and a novel hyaluronic acid-platelet-rich plasma conjugate in a canine model of osteoarthritis“ (2019): https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6749694/

5 Alves, J. C. “A Preliminary Report on the Combined Effect of Intra-Articular Platelet-Rich Plasma Injections and Photobiomodulation in Canine Osteoarthritis” (2013): https://www.mdpi.com/2076-2615/13/20/3247

6 Fritsch et al. “A multicenter study of the effect of dietary supplementation with fish oil omega-3 fatty acids on carprofen dosage in dogs with osteoarthritis” (2010): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20187817/

7 Amy Karon, DVM “Omega-3s Significantly Improved Canine Arthritis in Double-blind Clinical Trial” (2025): https://www.dvm360.com/view/omega3s-significantly-improved-canine-arthritis-in-doubleblind-clinical-trial

8 PubMed “Modulation of Canine Gut Microbiota by Prebiotic and Probiotic Supplements: A Long-Term In Vitro Study Using a Novel Colonic Fermentation Model” (2024): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39595394/

9 Frontiers in Veterinary Science “The Role of the Canine Gut Microbiome and Metabolome in Health and Gastrointestinal Disease” (2020): https://www.frontiersin.org/journals/veterinary-science/articles/10.3389/fvets.2019.00498/full

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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leitet er die Tierarztpraxis Thomas Backhaus in Thalfang und das Coaching-Zentrum für ganzheitliche Tiermedizin. Er ist mehrfacher Buchautor und internationaler Referent.

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